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Alte Säge "Mülli Ferdi" auf Latschau

"Tag der offenen Tür" bei der alten Säge "Mülli Ferdi" auf Latschau in Tschagguns. Das Foto entstand bei einer früheren Besichtigung.
"Tag der offenen Tür" bei der alten Säge "Mülli Ferdi" auf Latschau in Tschagguns. Das Foto entstand bei einer früheren Besichtigung. ©Stand Montafon
Latschau

Tschagguns. Zu einem “Tag der offenen Tür” bei der alten Säge “Mülli Ferdi” auf Latschau luden jüngst die Montafoner Museen.

Wie der Stand Montafon informiert, ist die historische Bauernsäge am Rasafeibach auf Latschau nach dem Flurnamen “Mülli” und dem früheren Besitzer Ferdinand Loretz benannt. (Die Mülli erinnert an die bis ins 20. Jahrhundert in der Nähe betriebene Getreidemühle.) Die Familie Loretz erwarb 1849 die seit dem 18. Jahrhundert betriebene Säge von den Geschwistern Gavanesche. Der heutige Zustand entspricht im Wesentlichen dem von 1907. Damals erfolgte der Umbau zu einem sogenannten “Venezianergatter” aus Teilen einer Säge in Frastanz. Im gemauerten Untergeschoss befindet sich das oberschlächtige, hölzerne Wasserrad (Durchmesser 4,1 m), welches in der Radstube die Transmissionen antreibt. Diese sorgen über zwei exzentrische Schwungräder und die Stelzen für die Auf- und Abbewegungen des Venezianergatters, einem einfachen, senkrechten Sägeblatt mit automatischem Vorschub. Über eine Handwinde werden die Baumstämme seitlich auf den Blochwagen geholt. Die Säge ist voll funktionstüchtig und wird museal im Rahmen des Aqua-Wanderweges Tschagguns betrieben. “Die Erhaltung ist mit einem hohen Aufwand verbunden, da alle Ersatzteile Sonderanfertigungen sind. Die Familie Loretz bemüht sich, die historische Handwerkstradition zu erhalten”, ist auf einem Informationsschild bei der alten Säge zu lesen.

Das Themenbild entstand bei einer früheren Besichtigung der alten Säge.

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