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Alte Pflanze neu erforscht: Mutterkraut beugt Migräne vor

Experten: Mutterkraut kann Zahl der Migräneanfälle reduzieren oder Symptome lindern.
Experten: Mutterkraut kann Zahl der Migräneanfälle reduzieren oder Symptome lindern. ©SXC (Themenbild)
Gegen Migräne ist ein Kraut gewachsen. Zur Vorbeugung dieser Art von Kopfschmerz gibt es in heimischen Apotheken nun ein pflanzliches Mittel, dessen Wirksamkeit in Studien belegt wurde. Es handelt sich um Mutterkraut, das nach Angaben von Experten die Anzahl der Migräne-Attacken reduzieren oder lindern kann.
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Mutterkraut, lateinischer Name Tanacetum parthenium, gehört zur Familie der Korbblütler und ähnelt optisch Kamillen. Dass es gegen Kopfschmerzen und Fieber hilft, ist eine jahrhundertealte Erfahrung. Der Wirkmechanismus wurde allerdings erst in den vergangenen Jahren wissenschaftlich erforscht und durch Studien an Patienten belegt.

In Österreich ist etwa jeder Zehnte von Migräne betroffen, Frauen dreimal häufiger als Männer. Das Tückische an der Erkrankung, die sich in halbseitigem hämmerndem Kopfschmerz äußert und von Symptomen wie Licht- und Geräuschempfindlichkeit sowie Übelkeit und Sehstörungen einhergehen kann: Es gibt weder einen leicht zu eruierenden Auslöser noch “die” Therapie, die bei allen Patienten gleich gut wirkt, wie der Leiter der Kopfschmerzambulanz am Wiener AKH, der Neurologe Christian Wöber, am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Wien erklärte.

Mutterkraut bzw. der in ihm enthaltene Wirkstoff Parthenolid hemmt die überschießende Ausschüttung von Serotonin, die zum Migräne-Anfall führt. Als rezeptfrei erhältliches Heilmittel gibt Mutterkraut in Kapselform. Eine Kapsel – sie enthält 100 Milligramm pulverisiertes Kraut – sollte zur Vorbeugung über einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten genommen werden, wie Wöber und Rudolf Bauer, Leiter des Instituts für Pharmazeutische Wissenschaften an der Uni Graz, erläuterten. Im Akutfall nützt es nichts. Mutterkraut sei gut verträglich, nicht geeignet ist es allerdings für Schwangere und Menschen mit Allergien gegen Korbblütler, sagten die Experten. (APA)

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