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Altacher Bürger formieren sich gegen Shredder

Altacher Bürger wehren sich gegen eine Erweiterung des Shredderbetriebes bei Loacker
Altacher Bürger wehren sich gegen eine Erweiterung des Shredderbetriebes bei Loacker ©Michael Mäser
Die Bürgerinitiative wird im UVP Verfahren von Loacker Recycling Parteistellung einnehmen.

Altach. Die Diskussionen um die Erweiterungen der Shredder Anlage bei Loacker Recycling gehen in die nächste Runde. Mit einem UVP Genehmigungsverfahren will der Götzner Entsorger unter anderem die Betriebszeiten der Shredderanlage an die normalen Arbeitszeiten im Unternehmen anpassen und damit die Durchsatzleistung der Anlage von 43 Tonnen auf 63 Tonnen pro Stunde erhöhen. 

Verbesserungen der aktuellen Situation

Bereits im Frühjahr diesen Jahres hat der Götzner Entsorger für die Erweiterung der Shredder Anlage bei der Vorarlberger Landesregierung einen entsprechenden Antrag im Rahmen einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) eingereicht, um künftig die Kapazität auf rund 81 Prozent zu erhöhen. „Durch die bessere Auslastung des Shredders können wir dem gestiegenen und zukünftig weiter erhöhten Recyclingbedarf in der Region nachkommen“, rechnet Christoph Ortner, Leiter des Bereichs Umwelt, Sicherheit und Qualität bei Loacker Recycling, vor. Dazu hat sich das Unternehmen intensiv auf die Umweltverträglichkeitsprüfung vorbereitet und so heißt es seitens Loacker, dass es laut den unabhängigen Gutachten keine relevanten negativen Auswirkungen durch die Betriebserweiterung geben werde – teilweise komme es sogar zu Verbesserungen gegenüber der aktuellen Situation. Zudem sei der Einbau einer in Österreich dann einzigartigen Filteranlage geplant, damit habe auch die Rauchentwicklung ein Ende. 

Anrainer beklagen Geruchs- und Lärmbelästigungen

Gegen die geplante Erweiterung laufen nun aber vor allem die Nachbarn aus der Gemeinde Altach Sturm und formieren sich in einer Bürgerinitiative. Deren Sprecher Günter Thaler wohnt gerade mal rund 250 Meter vom Shredder entfernt und klagt schon seit Jahren über die Geruchs- und Lärmbeeinträchtigungen die von der Schrott Zerkleinerungsanlage ausgehen. Und auch weitere Anrainer beklagen teils starke Geruchsbelästigungen durch die Shredderanlage und weisen darauf hin, dass sich auch zwei Schulen und ein Kindergarten in der Nähe befinden. Zudem fragen sich die Initiatoren der Bürgerbewegung, warum das Unternehmen eine – offenbar schon vor Jahren angeschaffte Filteranlage – noch nicht eingebaut hat und sehen in der Aussage, dass das Unternehmen die Filteranlagen nur dann einbaue, wenn die Schredderkapazitäten ausgeweitet werden dürfen, als „erpresserische Maßnahme“.

Über 600 Unterschriften gegen Shredder

Gegen die Erweiterung der Verschrottungsanlage hat auch die Gemeinde Altach bereits angekündigt sich am UVP-Verfahren zu beteiligen und alle rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen. Dazu konnte die Bürgerinitiative in den letzten Wochen über 600 Unterstützungsunterschriften sammeln und kann nun im Verfahren in Parteistellung mitwirken. Damit hat die Gemeinde nun nach unabhängiger Prüfung durch amtliche Gutachter die Möglichkeit, das Recht Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht bzw. gegebenenfalls auch Revision an den Verwaltungsgerichtshof zu erheben und die Bürgerinitiative hat die zusätzliche Möglichkeit, den Verfassungsgerichtshof anzurufen. Die Projektunterlagen liegen noch bis zum 4. September im Gemeindeamt Götzis sowie beim Amt der Vorarlberger Landesregierung in Bregenz öffentlich auf – in dieser Zeit werden sowohl Gemeinde Altach wie auch die Bürgerinitiative das weitere Vorgehen besprechen. MIMA 

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