AA

Altach kassiert unglückliche Niederlage gegen Sturm Graz

Bähre in Action
Bähre in Action ©APA
Der CASHPOINT SCR Altach hadert nach der 1:2-Niederlage gegen den Vizemeister auch mit zahlreichen Schiedsrichterentscheidungen.

Der CASHPOINT SCR Altach empfing am Samstag mit dem SK Sturm Graz nicht nur den aktuellen Vizemeister, sondern ein absolutes Topteam der Liga. Nicht wenige Experten glauben sogar daran, dass die Steirer sogar das Zeug dazu haben, in dieser Saison mehr als nur am Thron von Serienmeister Salzburg zu wackeln.

Bei spätsommerlichen Temperaturen war Trainer Joachim Standfest zu einer personellen Änderung im Vergleich zur Vorwoche gezwungen. Constantin Reiner konnte aufgrund seiner im Derby erlittenen Blessur nicht mit dabei sein, für den Abwehrriesen rückte Felix Strauss in die Startelf.

Der Favorit kam nach etwas mehr als drei Minuten dann erstmals gefährlich vor das Tor von Dejan Stojanovic. Nach einer Ecke kam Affengruber zum Abschluss, dieser verfehlte aber sein Ziel. Aber auch Altach wollte sich nicht verstecken und mutig agieren, knapp eine Minute später war es Santos, der es auf der Gegenseite probierte und den Kasten ebenfalls verfehlte.

Der SCRA zeigte engagierte Anfangsminuten, so tauchten in weiterer Folge auch Jäger und Nuhiu im gegnerischen Strafraum auf, Letzter kam nach Flanke von rechts zum Kopfball, der aber zu zentral ausfiel und Beute von Gästekeeper Scherpen wurde (8.).

Tor von Nuhiu zählt nicht

Es lief Minute 22, da brandete Jubel im Stadion auf, Nuhiu hatte den Ball versenkt. Es folgte eine minutenlange Überprüfung des VAR, was bei den zahlreich erschienen Zuschauern in der CASHPOINT Arena ein mulmiges Gefühl und Raunen auslöste. Und die Befürchtungen sollten sich bestätigen, nach einer gefühlten Ewigkeit wurde auf Abseits erkannt, eine hauchdünne und sehr bittere Entscheidung aus Sicht der Hausherren.

Den nächsten nennenswerten Angriff hatten dann die „Blackies“ vorzuweisen, Böving wurde bedient, der Däne lupfte das Spielgerät über Stojanovic und auch über das Gehäuse (35.). Insgesamt ließen die Rheindörfler allerdings gegen den so spielstarken Gegner in den ersten 45 Minuten wenig zu, der Auftritt war nicht nur couragiert, sondern überaus positiv zu bewerten. Beim Spielstand von 0:0 wurden dann schließlich die Seiten gewechselt.

Elfmeterentscheidung wird zurückgenommen

Nach Wiederbeginn waren neun Minuten absolviert, da war Gebauer über die rechte Seite durch. Sein Pass zur Mitte landete am ausgestreckten Arm von Schnegg, der Schiedsrichter entschied zunächst auf Elfmeter. Der VAR schaltete sich erneut ein und beorderte den Spielleiter an die Seitenlinie. Nach Betrachten der Videobilder nahm Grobelnik den Elfmeter sehr zum Ärger der Heimfans zurück.

Altach blieb mutig und hielt nicht nur gut mit, sondern kam auch nur nächsten nennenswerten Chance. Ein Flankenball landete auf dem Kopf von Nuhiu, dessen Abschluss fiel allerdings zu zentral aus und Scherpen konnte die Kugel aufnehmen.

Gegentreffer aus dem Nichts

Mit dem ersten zwingenden Angriff im zweiten Durchgang sollten die Gäste dann nach 62 Minuten entgegen dem Spielverlauf in Führung gehen. Kiteishvili kam im Altacher Strafraum an die Kugel, hatte etwas Ballglück und bezwang Stojanovic zum 0:1 aus Sicht der Standfest-Elf (62.).

Der erneut sehr auffällig agierende Gustavo Santos musste dann wenig später leicht angeschlagen vom Feld, für den Brasilianer kam Bischof aufs Feld. Die Steirer hatten mit dem Treffer aber viel Selbstvertrauen getankt, während die Standfest-Elf daran doch merklich zu knabbern hatte.

Koller mit dem verdienten Ausgleich

Dennoch sollte sich der SCRA für den unermüdlichen Einsatz und die gute Leistung in Minute 78 belohnen. Aus einem Corner entstand ein Gestocher im Strafraum, über Umwege landete der Ball bei

Koller am zweiten Pfosten und dieser schob aus kurzer Distanz ein. Wieder meldete sich der Meidlinger Keller zu Wort, die ganze Situation musste erneut überprüft werden, da der Torschütze wieder den Hauch vorne war. Dieses Mal kam die Kugel allerdings von einem Grazer Verteidiger und der Treffer zählte, redlich verdient und zur Erlösung der heimischen Anhänger.

Später K.O. durch Fuseini

Der Fußballgott sollte dem SCRA an diesem Abend aber einfach nicht wohlgesonnen sein. Es lief bereits die letzte Minute der regulären Spielzeit, da versetzte der eingewechselte Fuseini den unglücklichen Altachern den späten Knockout. Es blieb am Ende beim 1:2, die Grazer entführen auf glückliche Art und Weise drei Zähler aus Altach. Der SCRA zeigte gegen den Europa-League Teilnehmer eine starke Leistung, wird schlussendlich nicht dafür belohnt und steht mit leeren Händen da. Der erneut komplett überforderte und arrogant auftretende Schiedsrichter Grobelnik schickte zu allem Überfluss dann auch noch Strauss mit der gelb-roten Karte vom Platz, nachdem der Unparteiische zunächst ein klares Foul der Grazer nicht ahndete und sich der Altach Akteur darüber beschwerte.

CASHPOINT SCR Altach – SK Puntigamer Sturm Graz 1:2 (0:0)

Samstag, 02.09.2023, 19:30 Uhr

CASHPOINT Arena, 5.760 Zuschauer

Tore: 0:1 Kiteishvili (62.), 1:1 Koller (78.), 1:2 Fuseini (89.)

Liveticker zum Nachlesen

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Sport VOL.AT
  • Altach kassiert unglückliche Niederlage gegen Sturm Graz