Als Doppel-Schulleiter ins neue Jahr starten

Peter Stieger im Ortskern Gisingen. Kürzlich startete er hier als weiterer Direktor.
Peter Stieger im Ortskern Gisingen. Kürzlich startete er hier als weiterer Direktor. ©Emir T. Uysal
Peter Stieger übernimmt nach VS Tisis auch die Leitung des VS Gisingen-Sebastianplatz.

FELDKIRCH Das Jahr 2020 bringt für viele Menschen neue Herausforderungen – auch für Peter Stieger, Ortsvorsteher aus Gisingen und Klubobmann der ÖVP Feldkirch: Nach seinem Wechsel vom Lehrer der Mittelschule Gisingen zum Direkter der Volksschule Tisis, startet er auch als Direktor für die Volksschule Gisingen-Sebastianplatz im Schuljahr 2020/21 durch. Ein Interview.

Was werden Ihre Aufgaben als Doppel-Direktor?

Stieger: Ich bin vor allem für die Öffentlichkeitsarbeit, den laufenden Betrieb, Organisation, Schul- und Teamentwicklung, den Lehrplan und die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Behörde zuständig.

Für wie viele Schüler und Lehrkräfte tragen Sie nun Verantwortung?

Stieger: In der Volksschule Tisis sind es 24 Lehrkräfte und 196 Schüler. Am Sebastianplatz 15 Lehrkräfte und 181 Schüler.

Wie teilt man sich als Direktor an zwei Schulen?

Stieger: Es ist geografisch möglich, da ich an jedem Tag an beiden Schulen sein kann. Es sind zwar teilweise andere Systeme, an denen die Schulen arbeiten, aber vieles, das man als Direktor „gleich“ anwenden kann.

Wie kam es zur neuen Aufgabe?

Stieger: Es war eigentlich nie meine Lebensvision Schuldirektor zu werden. Als mich Barbara-Schöbi Fink, Präsidentin des Landesschulrates, kontaktiert hat, wollte ich mich dieser Aufgabe stellen. Visionen kann man bekanntlich anpassen.

Stichwort „Corona“. Wo legen Sie die Schwerpunkte fürs kommende Schuljahr?

Stieger: Das „Digital Schooling“ muss ausgebaut werden. Das hat auch mit der Erreichbarkeit der Eltern zu tun. Es wird auf jeden Fall eine spannende Zeit, die wir gemeinsam meistern werden.

Welche Herausforderungen bringt das mit?

Stieger: Die Strukturen an beiden Schulen so zu bilden, dass es auch funktioniert, wenn ich nicht im Standort bin.

Falls Lehrkräfte ausfallen, stellt sich „normalerweise“ der Direktor zur Verfügung, wie handhabt ihr das?

Stieger: Im Falle, dass jemand ausfällt, dann bin ich für den Unterricht freigestellt. Dies haben wir im Vorfeld aber auch schon organisatorisch abgeklärt und entsprechender Ersatz wird bereitgestellt. Der Unterricht muss also nicht ausfallen (lacht).

Gibt es Dinge, die Sie als Lehrer vermissen?

Stieger: Das „Lehrersein“ geht mir schon ab. Denk oft daran zurück. Die Altersumstellung ist auch ein Thema dabei. Ich habe Kinder im Alter von 13+ unterrichtet.

… und das bedeutet?

Stieger: Das ist im positiven Sinne wirklich spannend, wenn sich der Schultypus verändert. Aber auch zu sehen, mit welchem Engagement die Lehrkräfte dahinter sind, neue didaktische Methoden ausprobieren. Das ist echt bemerkenswert.

Worauf freuen Sie sich am meisten?

Stieger: Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit den Schülern-Eltern-Lehrern. Manche davon lerne ich erst kennen. Die Schule im Ortskern von Gisingen habe ich bisher nur als Ortsvorsteher wahrgenommen. Das sind völlig neue Perspektiven.

Vielen Dank für das Gespräch! ETU

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