Alpe Spora lud zum alljährlichen Frühlingsputz ein

Die ehrenamtlichen Helfer leisteten großen Einsatz mit Pickel und Hacke. (auf dem Bild nur ein Teil der Helfer)
Die ehrenamtlichen Helfer leisteten großen Einsatz mit Pickel und Hacke. (auf dem Bild nur ein Teil der Helfer) ©est
Nach dem ehrenamtlichen Jäten Einsatz hieß es bitte zu Tisch
Ehrenamtliches Jäten auf der Alpe Spora

Tschagguns Schon wieder war es soweit. Wie alle Jahre um diese Zeit lud kürzlich die Alpe Spora zum ehrenamtlichen Jäten ein. Der Aufforderung folgten etwa gleich 20 Personen nach. Dabei galt es vor allem dem giftigen „Weißen Germer“ an seine Wurzeln zu gehen und diesen auszurotten. Ebenso nicht weniger bescheiden giftig ist das Alpenkreuzkraut. Die beiden krautigen Gewächse sind für Tiere und für den Menschen von der Wurzel bis zur Blüte giftig. Durch die enthaltenen Alkaloide kann es zu starken Vergiftungserscheinungen kommen und es kann sogar tödlich enden. Zudem rauben sie dem kargen Alp Boden wichtige Nährstoffe weg.

„Dadurch wir diese Aktion jährlich starten, können wir bereits jetzt schon sehr gute Erfolge verzeichnen. Die Pflanzen kommen kaum mehr zur vollen Blüte wie vorher und können sich dadurch nicht mehr so vermehren“, erklärt Alpmeister Markus Netzer. Neben Landwirten und Freunde der Alpe griffen alle zu Pickel und Hacke. Auch die Kinder Pius, Arthur, Magdalena und Valentina waren bei vollem Einsatz mit von der Partie.

Überraschender Besuch aus Wien

Matthias Beitl aus Wien weilte gerade in Schruns. Er erfuhr durch die Zeitung von der Aktion und griff auch gleich zum Pickel. Sein Großvater war der bekannte Heimatforscher und Schriftsteller Richard Beitl (1900 – 1982) aus Schruns. Seine bekannten Romane sind „Joringla“ und „Angelika“ sowie Sagen und Märchen aus dem Montafon. Matthias Beitl hat seine Wurzeln in Schruns, dessen er sich auch gerne erinnert. „Ich freue mich einen sinnvollen Beitrag wie diese Aktion leisten zu dürfen. Vor vielen Jahren half ich auch schon mal mit“, erinnert sich der Wiener sehr gerne.

Großes Dankeschön

Als krönenden Abschluss gab ein geschmackiges Älpler Essen von Grillmeister Helmut Peter aus Bludenz zubereitet. „Ein herzliches Vergelt’s Gott an euch alle. Wir sind sehr froh über jeden Einsatz auf der Alpe“, lobte Obmann Ludwig Kieber die ehrenamtlichen Alpenfreunde. Peter Bahl, selber ein Sponsor der Alpe Spora versprach ein besonderes Mitbringsel, einen Karton von seinen handgefertigten Holzspänen für alle fleißigen ehrenamtlichen Helferleins. EST

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