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"Alltagsrassismus ist zur Normalität geworden"

"Viele Leute stecken mich wegen meiner Hautfarbe in einen Raster. Es gibt bei uns auch Rassismus."
Mike Chukwuma über Rassismus im Alltag
Die letzten Minuten des George Floyd im Protokoll

Ich kläre Leute manchmal auf

"Viele Leute stecken mich wegen meiner Hautfarbe in einen Raster oder meinen zu denken: ich müsste so sein, wie sie sich einen Schwarzen vorstellen. Danach sage ich den Leuten auch, dass das rassistisch war", sagt Benjamin im Interview mit VOL.AT. "Man muss sich nicht alles anhören."

Unter anderem werde er öfters auf Gras angesprochen.

"Auch bei uns Rassismus"

Alltagsrassismus in Vorarlberg und Österreich ist fast schon normal geworden.

"Es gibt bei uns auch Rassismus, aber nicht in dieser krassen Form (wie in Amerika, Anm. der Redaktion)", erzählt Benjamin mit Blick auf den Tod von George Floyd durch Polizeigewalt.

"Dass es heute noch so etwas geben kann"

Wie fühlt er sich in Vorarlberg, wollen wir von ihm wissen - immer noch wohl und sicher?

"Ich fühl mich hier schon wohl. Ich muss auch sagen: Es fühlt sich an, wie so eine gewisse Schwerelosigkeit. Man weiß nicht, was als Nächstes passiert. Es ist alles ein bisschen surreal, es fühlt sich nicht an, als wäre es echt. Dass es heute noch so etwas geben kann."

Nachteile wegen der Hautfarbe

Wegen seiner Hautfarbe hat Benjamin im Vorarlberger Alltag teils zu kämpfen. Was ihm stark auffällt, ist, dass er für Anerkennung viel härter arbeiten muss bzw. um etwas zu erreichen, sich mehr beweisen muss, als es andere tun müssen.

Aufklären und das Gespräch suchen ist die Lösung gegen Rassismus, weiß Benjamin.

Hält aber im Gespräch mit uns fest: "Ich fühle mich in Vorarlberg wohl, weil viele Leute mich so akzeptieren, wie ich bin."

"Wichtig, dass jetzt einmal etwas passiert"

Zu den laufenden Protesten in Amerika sagt er: "Es war wichtig, dass jetzt einmal etwas passiert. Es ist ein Problem, das wir bekämpfen müssen. Und es ist nicht nur ein amerikanisches Problem."

#blacklifesmatter

Der Hashtag #blacklifesmatter ist viral gegangen in den letzten Tagen auf den sozialen Netzwerken. Viele Leute und auch Prominente posten den Hashtag, andere widersprechen ihm mit #alllifesmatter, darin sieht Benjamin ein Problem.

"Ja jedes Leben ist wichtig, aber jetzt sollten wir uns auf das konzentrieren, was passiert. Uns für die Schwarze Community stark machen", sagt Benjamin.

(red.)


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