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„Alles was das Kinderherz begehrt“

Fiona, Anna und Kim sind bei Pinoccio in ihrem Element. Da darf auch zwischendurch gespielt werden.
Fiona, Anna und Kim sind bei Pinoccio in ihrem Element. Da darf auch zwischendurch gespielt werden. ©Gerty Lang
Der Umgang mit Neu- und Gebrauchtwaren gefällt nicht nur den Lehrlingen.
Im Pinoccio

LUAG, WAS MA WERA KÜNNT – Einzelhändler

 

 

 

Lustenau. „Es muss nicht immer alles neu sein“, ist das Motto von Margot Steinwender. Die Chefin von „Pinoccio“, dem etwas „anderen“ Geschäft, hat ihr Herz auf dem rechten Fleck. So gibt sie auch Jugendlichen, die es im Leben nicht einfach haben, die Chance auf eine Lehrstelle. „Das Geschäft bietet eine große Auswahl an Secondhand Artikel und Neuware. Die Regale sind prall gefüllt mit allem, was Eltern für ihre Babys und Kinder im Alltag zum Spielen und Anziehen brauchen, schwärmt Kim Bastiani. Die 23-jährige absolviert ihr 3. Lehrjahr und möchte auf jeden Fall jetzt endlich einen Abschluss als Einzelhändlerin machen. „Ich hänge noch ein halbes Jahr für den Bürokaufmann dran“, ist sich die junge Dame sicher. „Ehrlichkeit, Vertrauen sowie Verlässlichkeit sind für mich Grundvoraussetzungen bei der Bewerbung. Alles andere kommt dann mit der Zeit“, schmunzelt Margot. Fiona Wagner ist noch etwas schüchtern. „Ich bin erst seit einigen Wochen im Geschäft. Am liebsten mag ich die Spielzeugabteilung“, lacht die 15-jährige fröhlich. „Aber ich räume auch die Regale ein und darf schon etikettieren. Eben alles, was man im 1. Lehrjahr so machen darf.“ Ergänzt wird das Team von Dominik. „Er macht bei uns zwar keine Lehre, denn er kommt von einer betreuten Gruppe. Ich muss sagen, er ist unser Spezialist für Playmobil und Computer-Spiele. Keiner von uns weiß mehr darüber, als Dominik“, so die Chefin. Anna Hammer hat ihren Lehrabschluss bereits im Juli gemacht. Sie hat alles im Griff und ihr entgeht nichts. „Bei uns zu arbeiten ist schon etwas ganz Besonderes. Wir sind wie eine Familie. Unser Chef Rene ist der einzige Mann im Team. Die Ware, die man uns bringt, schauen wir uns ganz genau an – verkauft wird nur das, was in einwandfreiem und gereinigtem Zustand ist. Das Vertrauen unserer Kunden ist auch groß. Diese können auf unserer Webseite über eigenen Login ihren Kontostand abfragen und auch Geld abheben. Die Arbeit ist ausgesprochen abwechslungsreich, da wir Neu- und Gebrauchtwaren im Sortiment haben. Und bei 500 Quadratmeter Verkaufsfläche und dem riesen Sortiment gibt es viel zu tun. Wir lernen auch viel über Nachhaltigkeit und das Wertschätzen. Was nach drei Monaten nicht verkauft werden kann, kommt in den „Ein-Euro-Verkauf“, den wir etwa zwei Mal im Monat veranstalten. Der Erlös daraus fließt zu 100 Prozent direkt und in von uns kontrollierte soziale Projekte, wie Tischlein-deck-dich, Feuerwehr, Alpenschutz oder Schulsachen für die Ärmsten.“ Alle sind sich einig: „Eine gesunde Mischung zwischen Neu und Gebraucht ist ein weiterer Beitrag zum Umweltschutz.“

 

Ausbildungsbetrieb:

 

Pinoccio

Second Hand und Neuware

für sämtliche Kinderartikel

Staldenstrasse 1

6890 Lustenau

Tel: 05577 88035

e-mail: office@pinoccio.at

Web: http://www.pinoccio.at

 

 

 

Was gefällt dir an deiner Lehre

 

Fiona Wagner, 1. Lehrjahr

Es macht einfach Spaß, in diesem Geschäft zu arbeiten. Ich räume Regale ein und schaue, dass alles ordentlich ist. Auch darf ich schon helfen, Kunden zu bedienen. Auch darf ich schon bei den Gebrauchtsachen mithelfen. Das umfangreiche Warensortiment ändert sich immer wieder, so dass ich schon sehr aufpassen muss, alles richtig zu machen. Ich mag Spielzeug.

 

Kim Bastiani 3. Lehrjahr

Ich hatte einen schweren Werdegang und war richtig froh, bei Pinoccio endlich eine Lehrstelle gefunden zu haben, die mir Freude macht. Mir gefällt auch, dass ich eine Doppellehre machen kann. Unser Team ist wie eine Familie, jeder hilft jedem. Wir sind keine Lehrlinge, sondern Mitarbeiter. Als Handballtrainerin ist man mir auch beim Dienstplan sehr entgegengekommen.

 

Anna Hammer, Gesellin

Es ist nicht nur der Einzelhandel, der mir gefällt. Mir gefallen die guten Kontakte zu den Menschen und dass man es mit verschiedenen Waren zu tun hat. Man muss sich bei den verschiedensten Kinderwägen auskennen genau so wie bei der Kindermode oder Spielsachen. Gebrauchtwaren nehmen wir in Kommission. Da gilt es alle möglichen Formulare auszufüllen.

 

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