Alle warten auf eine baldige Öffnung

Die Gastronomen am Dornbirner Marktplatz hoffen auf eine baldige Wiedereröffnung des Christkindlemarktes.
Die Gastronomen am Dornbirner Marktplatz hoffen auf eine baldige Wiedereröffnung des Christkindlemarktes. ©Edith Hämmerle
Nur drei Tage offen, dann drei Wochen Lockdown. Am Dornbirner Christkindlemarkt herrscht gähnende Leere.
Leerer Christkindlemarkt Dornbirn
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Dornbirn. Groß war die Freude bei der Eröffnung des Dornbirner Christkindlemarktes am 19. November. Nach dem Ausfall im vergangenen Jahr endlich wieder Vorfreude auf Weihnachten in Gesellschaft genießen zu können. Diese Vorfreude verbreitete sich rasch im Lichtermeer, beim Duft von Zimt und Glühwein am Dornbirner Marktplatz. Doch sie sollte nicht lange währen.

Denn nur wenige Stunden später war die vorweihnachtliche Freude getrübt. Mit der Bekanntgabe des Lockdowns. So blieben den „Standlern“ und den Gastronomen nur drei Tage bis zur Schließung. Das heißt: Drei Tage offen – drei Wochen geschlossen. „Das war eine bittere Pille, die wir schlucken müssen“, sagt Sabine Strasser, die heuer das zehnjährige Jubiläum am Stand vor dem Roten Haus feiert. Nicht nur das.

Unter den Gastronomen zählt sie zu der Dienstältesten des Marktes. Seit der Gründung, also seit über 20 Jahren, ist sie dabei. Und heuer, im Jubiläumsjahr, hat sie den Stand noch aufwendiger und liebevoller geschmückt als all die Jahre davor. Zwei Wochen lang legte sie sich ins Zeug, um „ihren“ Stand in ein weihnachtliches Flair zu hüllen. „Es war leider ein kurzes Vergnügen“, erwähnt sie lachend.

Den Humor habe sie trotz allem nicht verloren. Und außerdem habe sie in diesen drei Tagen so viel Herzlichkeit und Zuspruch von den Besuchern erfahren. „Das baut einen auf“, erzählt sie weiter und die gute Laune hat sich auf alle übertragen. Man hat förmlich gespürt, wie die Leute, ob jung oder alt, diese drei Tage genießen, das gesellige Miteinander in adventlicher Stimmung, bevor die Läden wieder dichtgemacht werden. Die Bestimmungen waren auf die „2G-Regeln“ ausgerichtet.

Warten auf die Zusage

Auch für Agron Saiti war die Bekanntgabe der Schließung ein Schock. Unser Team hat viel Geld und Mühe in den Stand investiert, dann kam die Meldung noch am Eröffnungstag, dass wir in drei Tagen wieder schließen müssen“, bedauert der junge Gastronom von San Marco, der heuer das erste Mal beim Weihnachtsmarkt mitmacht. Er könne jetzt nur noch, wie alle anderen, auf die Wiedereröffnung nach dem 12. Dezember hoffen. „Bisher wissen wir noch nichts Konkretes“, so Saiti, er hoffe aber sehr, dass nicht alles vergebens war.

In dieselbe Kerbe schlägt Sabine Strasser. „Wir alle warten sehnsüchtig auf eine neuerliche Öffnung, dass die Abdeckung der Kosten wenigsten halbwegs ausgeglichen wird. Auch die Besucher warten“, weiß sie von ihren Stammgästen. Heuer gab es erstmals andere Vorgaben. Nur wer einen Sommergarten hat, konnte beim Markt mitmachen. Deshalb habe man heuer beschlossen, das Ganze „Christkindle-Garten“ zu nennen. Doch in diesem winterlichen, zauberhaft geschmückten Garten fehlt seit drei Wochen das pulsierende Marktleben.

Zur Tradition gehört auch, dass zum Abschluss von den Gastronomen ein Gruppenfoto gemacht wird. „Das haben wir bereits vorgezogen, man weiß ja nie was kommt", meint Sabine verschmitzt. Und noch etwas erwähnt sie aus ihrer langjährigen Erfahrung mit glänzenden Augen: „Der Weihnachtsbaum vor der St.-Martins-Kirche war noch nie so schön wie heuer.“ EH

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