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Alle Olympia-Anlagen fertig

Auf der Großbaustelle Athen wird zwar noch fleißig gearbeitet, doch die Sportstätten-Lage hat sich entspannt. "Ich sehe keine größeren Probleme mehr", sagte Denis Oswald, Präsident der Koordinierungskommission des IOC.

Was die IOC-Funktionäre und die Mehrzahl der Beobachter kaum für möglich gehalten haben, ist Realität geworden: Alle Sportanlagen für die Olympischen Spiele vom 13. bis 29. August sowie das Olympische Dorf und die Pressezentren sind fertig gestellt worden. „Alle Griechen arbeiten so wie ihre Fußball-Nationalmannschaft in Portugal. Wir schießen die Tore meistens in den letzten Minuten”, sagte ein Mitarbeiter des Athener Organisationskomitees ATHOC. Noch stören jedoch Baumaterialen und Bauschutt den Anblick. Bis zur Eröffnung gehen die Aufräumarbeiten daher im Drei-Schicht-System weiter.

Krönung der Bauten und Stolz des ATHOC ist die gelungene Überdachung des Olympiastadions, das den Namen des Marathon-Olympiasiegers von 1896, Spiridon Louis, trägt. 156 Millionen Euro hat die Renovierung der 74.000 Zuschauer fassenden Arena gekostet, die zentraler Punkt im riesigen Olympiapark (OAKA) ist. Dort befinden sich auch das „Aquatic Centre” mit einer überdachten Halle für Wasserball, Wasserspringen und Synchronschwimmen und dem Schwimmstadion. Da dessen Überdachung gescheitert ist, müssen sich Jukic, Rogan und Co. auf Wettkämpfe in der prallen Sonne gefasst machen. Wenige hundert Meter entfernt stehen das Velodrom, das Tennisstadion und die Basketball-Halle.

Auch der Olympiakomplex Faliron im Süden Athens hat Konturen bekommen. Das Fußballstadion „Georgios Karaiskakis” mit 30.000 Plätzen ist fertig. Nebenan ragt das Dach der Handball-Halle aus dem Küstenabschnitt heraus. Einen Kilometer entfernt ist eine der schönsten Ecken von Athen entstanden – die „Esplanada” von Fakiron mit den Wettkampfstätten für Beachvolleyball, Taekwondo und Volleyball.

Freuen können sich die Olympia-Touristen auf den Besuch des drittgrößten Anlagenkomplexes im alten Athener Flughafen Hellinikon. Dort befinden sich eine Basketball-Halle, ein Stadion für Baseball und eine kleinere Arena für Softball, das schmucke Hockey-Stadion und die Anlage für Kanu-Slalom. Seit Anfang Juli sind die Veranstalter ihre größte Sorge los: Die neue Straßenbahn als Anbindung an das Stadtzentrum wurde in Betrieb genommen.

Bereits vor längerer Zeit wurden die Hallen für Boxen im Stadtteil Peristeri, für Ringen und Judo in der Vorstadt Ano Liossia sowie für Gewichtheben in Nikaia eingeweiht. Während die Sportanlagen im Raum Athen innerhalb einer halben Stunde erreichbar sind, ist der Weg für die Ruderer, die Schützen und die Reiter etwas weiter. Diese Wettbewerbe werden im Raum Marathon-Markopoulo stattfinden, der etwa 30 bis 40 km außerhalb der Stadt liegt.

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