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Agrarsektor mit großen Schäden

Die Unwetter der vergangenen Tage haben vor allem in den westlichen Bundesländern auch in der Landwirtschaft zu katastrophalen Schäden geführt. Betroffen sind vor allem Almgebiete und Grünland.

Auch Verluste von auf Almen verunglückten Tieren seien zu beklagen, teilte die Landwirtschaftskammer Österreich am Donnerstag mit. Das Ausmaß der Schäden werde derzeit erhoben.

Die jüngste Unwetterkatastrophe habe vor allem in den alpinen Gebieten des Landes zu gewaltigen Schäden geführt. Nach ersten Erhebungen der Landwirtschaftskammern in den Bundesländern Vorarlberg und Tirol seien sowohl Grünland als auch Ackerkulturen, wie Gemüse und Mais, jeweils im gesamten Bundesland in Mitleidenschaft gezogen.

Schwer geschädigt sei auch die Almwirtschaft. Da zahlreiche Wege zerstört wurden, sind Almen nicht mehr erreichbar und können nur mit Hubschraubern versorgt werden. Das Grünfutter ist vielfach durch Verschlämmung und Vermurung unbrauchbar geworden, Bauern müssen daher ihre Tiere frühzeitig ins Tal bringen. Außerdem wurden Rinder von Murenabgängen getötet. Die genaue Anzahl der Tierverluste werde derzeit ermittelt, hieß es.

Die Getreideernte sei in ganz Österreich dagegen nahezu eingebracht. Auch die Liebhaber steirischer Weine brauchen sich keine Sorgen zu machen: Weingärten in der Steiermark seien so gut wie nicht von den Unwettern betroffen.

Die Österreichische Hagelversicherung, die schon vor den jüngsten Unwettern in diesem Jahr mehr als 1.000 Schadensmeldungen wegen Überschwemmung verbucht hatte, wird an den Hochwasserschäden der vergangenen Tage ebenfalls noch schwer zu tragen haben. Vor allem bei Grünland gebe es Schadensmeldungen aus Vorarlberg, Tirol und der Steiermark. Bei Mais, Gemüse und Obst gebe es dagegen keine nennenswerten Schäden.

Bis dato sind mehr als 1.500 Schadensmeldungen bei der Hagelversicherung eingegangen. Betroffen sind nach ersten Erhebungen mindestens 5.000 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche. Die durchschnittliche Schadenssumme pro Hektar liegt laut Versicherung bei rund 400 Euro, hochgerechnet ergibt sich also ein Ertragsverlust für jene Bauern, die bei der Hagelversicherung versichert sind, von 2 Mio. Euro. Allerdings ist nur ein Fünftel der Grünlandbauern im Rahmen der Mehrgefahrenversicherung gegen Überschwemmung versichert.

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