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Abschiebung: Kind bleibt in Österreich

Der Nigerianer muss das Land verlassen, obwohl er hier einen Sohn hat.
Der Nigerianer muss das Land verlassen, obwohl er hier einen Sohn hat. ©Themenbild: APA/dpa
Entscheidung am Bundesverwaltungsgericht: Ein in Vorarlberg lebender Nigerianer wird ausgewiesen, obwohl er in Österreich einen einjährigen Sohn hat.

Von Seff Dünser/NEUE

Der Nigerianer lebt in Vorarlberg mit seiner österreichischen Freundin und dem gemeinsamen eineinhalbjährigen Sohn zusammen. Trotzdem soll der Afrikaner in sein Heimatland abgeschoben werden und die Lebensgefährtin und das Kind in ­Österreich bleiben, falls er Österreich nicht freiwillig verlässt.

Das wurde nun am Bundesverwaltungsgericht in Wien entschieden. Das Erkenntnis von Richter Hannes Lässer kann noch mit einer außerordentlichen Revision am Verwaltungsgerichtshof in Wien bekämpft werden. Am Bundesverwaltungsgericht wurde die Beschwerde gegen den Bescheid des Feldkircher Bundesamtes für Fremdenwesen und Asyl als unbegründet abgewiesen.

Bereits verheiratet

Demnach wird dem anwaltlich von Manuel Dietrich vertretenen Nigerianer, dessen Lebensgefährtin und Sohn österreichische Staatsbürger sind, nicht einmal ein humanitäres Bleiberecht gewährt. Denn die öffentlichen Interessen würden schwerer wiegen als die privaten Interessen des Asylwerbers, meint Richter Lässer. Der 2015 illegal nach Österreich eingereiste Afrikaner habe in Österreich mit seiner neuen Partnerin ein Kind gezeugt, obwohl sein Aufenthaltsstatus unsicher gewesen sei.

Der Nigerianer wollte in Österreich seine österreichische Freundin standesamtlich heiraten. Das wurde ihm aber behördlich untersagt, weil er bereits mit einer Nigerianerin verheiratet sei. Die Gattin und die drei nigerianischen Kinder würden in Nigeria leben.

Begründung

Als Asylgrund gab der Afrikaner seine Bisexualität an: Homosexualität werde in Nigeria bestraft, er müsse deshalb bei einer Rückkehr in sein Heimatland mit Verfolgung rechnen. Ihm wurde aber am Bundesverwaltungsgericht nicht geglaubt, dass er auch homosexuell sei. Denn er habe angegeben, vor 14 Jahren seine ­Homosexualität entdeckt, aber erst ein Mal ausgelebt zu haben, in einer zweimonatigen Beziehung zu einem Mann in Nigeria.

(NEUE)

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