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Abgebrühter Hase: "Bunny" feierte erfolgreiche Premiere in Bregenz

Theater Kosmos zeigt die Österreichische Erstaufführung von Jack Thornes Monolog
Theater Kosmos zeigt die Österreichische Erstaufführung von Jack Thornes Monolog ©Theater Kosmos
Bregenz - Ein Mädchen aus der Mittelschicht, das den Platz im Leben sucht und dabei nicht langweilig und brav sein will. Das ist die Geschichte von Katie, die in dem Theaterstück "Bunny" erzählt wird.

Der Monolog des britischen Autors Jack Thorne über das Heranwachsen feierte am Donnerstag im Bregenzer Theater Kosmos als Österreichische Erstaufführung Premiere – mit positiver Publikumsresonanz.

Die 18-jährige Katie ist die Erste in ihrer Familie, die es auf die Universität schaffen könnte. Aber sie will kein braves Mädchen sein, ist sexuell aktiv und hat einen Freund, der um einiges älter ist als sie. Katie erzählt sehr genau von einem scheinbar normalen Nachmittag, der sich zum aufregenden Abenteuer entwickelt, weil ihr Freund Abe in einen Kampf mit einem jungen Pakistani gerät. Dabei thematisiert Katie auch ihre eigene Situation im Spannungsfeld zwischen familiärer Geborgenheit und Aufbruch in ein eigenes Leben.

Talentiere Schauspieler

Allerdings erschreckt die Tatsache, wie abgebrüht das junge Mädchen wirkt und mit welcher Selbstverständlichkeit den Erzählungen von der Chorprobe Berichte über sexuelle Praktiken folgen. Sie stellt dann auch fest, dass sie leicht zu haben sei. Kurze Zeit später betont sie aber: “Ich bin kein Bunny, ich bin ein kleines, verängstigtes Mädchen.” So ganz hat sie ihre Kindlichkeit noch nicht abgestreift. Ausstatterin Caro Stark hat Katie in eine Schuluniform gesteckt und dieses Bild noch zusätzlich mit rosa Strumpfhosen und mit einer ebensolchen Krawatte betont.

Regisseur Hubert Dragaschnig hat Michaela Spänle die Rolle der Katie gegeben und damit einen guten Griff getan. Die junge Deutsche ist das erste Mal auf der Kosmos-Bühne zu sehen. Sie überzeugt nicht nur mit ihrem konzentrierten und frischen Spiel, sondern auch mit ihrem musikalischen Talent. Gemeinsam mit der Band Killerbunnys spielt sie einige Songs. Die Band, die einzelne Szenen untermalt oder betont, besteht aus den beiden Schülerinnen Ida Gerstenmayer und Irina Schneider sowie der Musikerin Renate Watzdorf. Die Band wurde eigens für diese Kosmos-Produktion zusammengestellt, angeleitet von dem bekannten Musiker Herwig Hammerl.

Positive Publikumsresonanz

Die Bühne ist in verschiedene Spielebenen eingeteilt. Eine wird von der Band besetzt, andere dienen als Aktionsfeld für Katie, ausgestattet etwa mit einer Couch oder einem Sessel und einem Mikrofon. Überstrahlt wird die ganze Bühne von einer Discokugel, die rotierend ihre Reflexionen auf die Szenerie wirft und damit auf die vielen Blickwinkel der Jugend auf das Leben verweist. Die Zuschauer beurteilten die Aufführung nach der Premiere vorwiegend positiv und spendeten viel Applaus. Das Werk wird vom Verlag für Zuschauer ab 16 Jahren empfohlen, in Bregenz sind noch vier Vorstellungen zu sehen.

Der Autor Jack Thorne wurde 1978 im britischen Bristol geboren und schreibt neben Theaterstücken und Hörspielen auch Drehbücher, unter anderem für die erfolgreichen Fernsehserien “Skins” und “This is England”. 2009 wurde er mit dem Best British Newcomer Award des Londoner Film Festivals ausgezeichnet. Beim Edinburgh Festival 2010 erhielt er für “Bunny” den Fringe First Preis.

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