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Abenteuer Schulsozialarbeit

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Schröcken/Bregenz.Schüler des Bregenzer „Poly" wagten eine ungewöhnliche Exkursion.

 Alles andere als langweilig startete das Unterrichtsjahr in der Polytechnischen Schule Bregenz. Gemeinsam mit ihren Lehrern und IfS-Sozialarbeiter Thomas Hagen stand für rund 200 Schüler aus allen Klassen erst einmal „Teambildung” im Abenteuerpark in Schröcken auf dem Stundenplan. Statt Bücher zu wälzen, galt es, sich in Tarzan-Manier über Schluchten zu schwingen, auf beweglichen Balken über Wildbäche zu balancieren und Felsen zu erklimmen. „Immer doppelt gesichert”, versichert Thomas Hagen, der die Idee zur ungewöhnlichen Aktion hatte. „Primär ging es um die Stärkung der Klassengemeinschaft und des Teamgeists. Wir wollten die Schüler bewusst einer Situation aussetzen, in der Mut und Überwindung gefragt sind. Das erzeugt einen Zusammenhalt, denn sie erfahren Unterstützung von ihren Klassenkollegen, um diese schwierige Situation zu meistern. Das lässt sich auch auf die Ausbildung und das spätere Berufsleben umlegen, denn es zeigt den Jugendlichen, dass sie etwas schaffen können, wenn sie sich erst einmal dazu überwunden haben.”Weitere Aktionen

Exkursionen wie diese sind aber nur eine Facette der Schulsozialarbeit, die seit Jänner an der Polytechnischen Schule angeboten wird. An drei Tagen in der Woche steht der vierfache Familienvater den Lehrkräften und Schülern zur Verfügung: „Die Schüler können mit ihren Sorgen und Problemen direkt zu mir kommen. Oft betrifft das Fragen rund um das Elternhaus und den Freund oder die Freundin.” In der Mehrzahl der Fälle müsse er sich aber um Disziplinäres kümmern, gibt Hagen offen zu: „Zum Beispiel, wenn ein Lehrer einen Schüler wegen Problemen im Unterricht in die Sprechstunde schickt.”Positives Fazit

Nach über einem halben Schuljahr zieht Direktor Herwig Orgler ein positives Resümee über den Beratungsdienst: „Hauptgrund für die Einführung war die Arbeitsbelastung. Damals musste ich bis zu 70 Prozent meiner Zeit für die Sozialarbeit aufwenden. Deshalb wollten wir neue Wege beschreiten, auch im Sinne der Prävention. Bisher musste man zuwarten, bis etwas passiert ist. Heute können wir früher reagieren, wenn es mit einem Schüler Probleme gibt. Ich bin der Meinung, dass diese Institution fix vorhanden sein muss, wenn die Bildungsarbeit umgesetzt werden soll.”

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