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A gfondos Freässo

A gfondos Freässo
A gfondos Freässo ©Veronika Hofer
D‘ Luschnouar Bühne widmet sich mit Humor, aber auch mit Tiefgang, einem ernsten Thema unserer Zeit.
A gfondos Freässo

Lustenau. Zum 40-jährigen Vereinsbestehen präsentiert die Amateurtheatergruppe das Stück „Ab in den Container“ von Jutta Golitsch. In den Dialekt ließ sich der Titel nicht leicht übersetzen und fand mit dem doppelsinnigen Ausdruck: „A gfondos Freässo“ eine gelungene Bezeichnung, geht es in dem Stück doch ums „containern“, das heißt, dass sich Menschen an Lebensmitteln bedienen, die im Container eines Supermarkts entsorgt werden. Bereits vor drei Jahren stand das rührige Team unter der bewährten Regie von Thomas Golz schon kurz vor der Aufführung, als aus den zur Genüge bekannten Gründen alles gestoppt und abgesagt werden musste. Doch nun ist es soweit: nach 25 intensiven Proben feiert die Theatergruppe am 15. April 2023 im Theresienheim Premiere.

Haarsträubend aktuell

Die Zahlen, die man über die Verschwendung von Lebensmitteln hört oder liest, lösen besonders in Menschen, die nicht an dieser Vergeudung beteiligt sind, immer wieder Entsetzen aus. Dabei würde es nur einen gewissen Hausverstand benötigen, selbst abzuschätzen, was noch essbar ist oder nicht. Für viele ist es auch nicht nachvollziehbar, dass Menschen viel mehr einkaufen, als sie benötigen und ein Großteil der Nahrungsmittel dann auf dem Müll landet. Im selben Atemzug wird aber über die hohen Preise der Lebensmittel gejammert.

Zum Inhalt des Stücks

Es ist Abend, eine Stunde vor Geschäftsschluss. Im Hinterhof des Lebensmittelmarktes werden wie jeden Abend Obst, Gemüse und Lebensmittel mit abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum in einem Container entsorgt. Die Angestellten des Supermarktes wissen nicht, dass der gut gefüllte Container längst ein Treffpunkt Bedürftiger ist. Und so kommt es an diesem Abend zu einem unvorhergesehenen Stelldichein gegensätzlicher Interessen.

Alt und Jung vereint

Ein ganzes Dutzend von Schauspielerinnen und Schauspielern verkörpern die verschiedensten Typen, die sich freiwillig und unfreiwillig auf dem Hinterhof des Supermarkts treffen. An dieser Stelle sollen nur der älteste und der jüngste Akteur namentlich genannt werden: Manfred Holzer (bald 81) schlüpfte in die Rolle des „Otto von Treyspitz“, eines verarmten Adeligen. Seine große Rolle kannte er als erster auswendig und er bewegt sich geschmeidig wie ein Junger auf der Bühne. Jonathan Grabher (15) zu sehen als frecher Schützling einer Streetworkerin, ist der Jüngste im aktuellen Ensemble. Trotz des ernsten Themas ist das Stück eine Komödie und es wird bei flottem Tempo der Akteure, dank vieler origineller Einfälle der Verfasserin und der Regie, und nicht zuletzt dank der Spielfreude des Teams und der Ursprünglichkeit des Lustenauer Dialekts, ein entspannter und fröhlicher Abend für die Zuschauer.

Run auf die Karten

Dialektstücke sind beim Publikum der Luschnouar Bühne sehr beliebt. Das zeigt sich auch bei dieser Produktion, denn einzelne Aufführungen sind bereits ausverkauft. Es ist daher ratsam, sich schnell Karten zu sichern.

Aufführungstermine:
Samstag, 15. April Premiere mit anschließendem Theaterbuffet (zugleich Benefizveranstaltung zugunsten des Vereins „Tischlein deck dich“)
Sonntag, 16. April
Freitag, 21. April
Samstag, 22.April
Sonntag, 23. April
Freitag, 28.04.2023
Samstag, 29. April
Sonntag, 30. April
Montag, 1. Mai

Beginn: Jeweils 19.30 Uhr – Abendkassa und Ausschank ab 19 Uhr
Eintrittspreise: 14 Euro (SchülerInnen und SeniorInnen 12 Euro)
Aufführungsort: Theresienheim, Pfarrweg, Lustenau
Kartenvorverkauf: „dar Zäodl“, Maria-Theresienstraße 19, Tel. 05577 84902, office@zaeodl.at Restkarten an der Abendkassa

Amateurtheaterverein „D’LUSCHNOUAR BÜHNE“

Erste Zusammenkunft 23. Mai 1980
Erstes abendfüllendes Theaterstück: „Allerweil die Aufregungen in dem Haus“ 1981
Vereinsgründung am 26. Jänner 1983
Obmann Martin Holzer
Vizeobmann Thomas Golz
Ehrenobmann Manfred Holzer
Ca. 60 Vereinsmitglieder

www.luschnouarbuehne.at

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