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80 Prozent lachenden Auges

Herbert Rösler auf einer seiner letzten Baustellen mit Bürgermeister Florian Kasseroler (links) und seinem Nachfolger Thomas Groß (rechts).
Herbert Rösler auf einer seiner letzten Baustellen mit Bürgermeister Florian Kasseroler (links) und seinem Nachfolger Thomas Groß (rechts). ©Elke Kager Meyer/Rösler
Der Nenzinger Bauamtsleiter Herbert Rösler tritt nach 23 Jahren im Dienst Pension an

In den vergangenen zwei Jahrzehnten wurden in den Nenzinger Parzellen sämtliche Leitungen für die Wasserversorgung erneuert, beziehungsweise ausgeweitet sowie die Kanalisierung ausgebaut. Der Leiter des Nenzinger Bauamts, Ing. Herbert Rösler, zeichnete aber auch für die Hochwasser-Schutzbauten im Gemeindegebiet verantwortlich. Per 1. April tritt er seinen wohlverdienten Ruhestand an.

 

Wie lange waren Sie bei der Marktgemeinde Nenzing beschäftigt? Von Anfang an im Bauamt?

Herbert Rösler: Mein Amtsvorgänger Ing. Alban Scherer fragte mich 1999, ob ich den Tiefbau im Nenzinger Bauamt übernehmen möchte. Als geborener Nenzinger konnte ich dieses Angebot nicht ausschlagen, obwohl es für mich damals Lohneinbußen bedeutete.

 

Was haben Sie an Ihrer Arbeit geschätzt? Was weniger?

Herbert Rösler: Die Arbeit in einem Bauamt bringt es mit sich, dass man im Laufe der Jahre mit sehr vielen Mitbürgerinnen und Mitbürgern in Kontakt kommt. Ich habe so sehr viele interessante Leute kennengelernt. Mit dem Sammeln und Sortieren von Lieferscheinen konnte ich mich hingegen nie anfreunden.

 

Wie hat sich die Arbeit im Bauamt im Laufe der Jahre verändert?

Herbert Rösler: Am Beginn meiner Tätigkeit stand der Ausbau der Straßen, der Kanäle und der Wasserversorgung klar im Vordergrund. Seit 2005 hat sich der Schwerpunkt Richtung Hochwasserschutz verlagert. Es zeichnet sich ab, dass jetzt die sanfte Mobilität, verkehrsberuhigter Dorfkern sowie die „Naturvielfalt in der Gemeinde“ in den Focus rückt.

 

Die Nenzinger haben ja den Ruf, stur zu sein. War das bei Verhandlungen spürbar?

Herbert Rösler: Stur ist sicher das falsche Wort. Sie sind durchwegs harte Verhandler, haben aber auch ein feines Gespür dafür, was dem Gemeinwohl dient. Daher konnten praktische alle für Nenzing wichtigen Projekte auch umgesetzt werden.

 

Sehen Sie mit einem lachenden und einem weinenden Auge der Pension entgegen?

Herbert Rösler: Achtzig Prozent meiner Augen lachen und die anderen werden auch bald trocken sein.

 

Worauf freuen Sie sich?

Herbert Rösler: Da ist die Antwort klar: auf meine Familie. Seit ein paar Monaten bin ich Opa. Ich werde meinem Enkel zeigen, wie schön Nenzing ist.

 

Zur Person

Herbert Rösler

Geboren: 11. Februar 1958

Familie: Verheiratet mit Beatrix, zwei erwachsene Kinder, ein Enkelkind

Erlernter Beruf: Tiefbautechniker (HTL Tiefbau)

Hobbys: Mountainbike, Schifahren und Tischlern

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