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75 Jahre "Operation Walküre"

Oberst Stauffenberg zündete eine Sprengladung, doch Hitler überlebte.
Oberst Stauffenberg zündete eine Sprengladung, doch Hitler überlebte. ©APA/dpa
Ein misslungenes Attentat als größtes Symbol des Widerstandes im Dritten Reich: Am Samstag jährt sich die "Operation Walküre" zum 75. Mal.
Hitlers Selbstmord 1945
Hitlergruß an Dornbirner Schule

Eine Gruppe hochrangiger Offiziere wollte am 20. Juli 1944 Adolf Hitler in seinem ostpreußischen Hauptquartier töten, um dann in Berlin einen Militärputsch durchzuführen. Trotz generalstabsmäßiger Planung scheiterte das Unterfangen - weil Hitler überlebte.

Der Anführer der Putschisten, Oberst Claus Graf Schenk von Stauffenberg, deponierte am 20. Juli bei einer Lagebesprechung in Hitlers ostpreußischem Hauptquartier, der heute in Polen gelegenen "Wolfsschanze", die Aktentasche mit einer Bombe unter einen Kartentisch, an dem Hitler über die militärische Lage informiert werden sollte. Doch der mit einem chemischen Zeitzünder versehene Sprengstoff verfehlte sein Ziel: Hitler überlebte leicht verletzt, vier seiner hohen Militärs fanden den Tod.

"Operation Walküre" misslingt

Stauffenberg verließ das Hauptquartier in der Annahme, Hitler sei tot, und flog zurück nach Berlin. Denn im dortigen Bendlerblock, der Unterkunft des Heeresamtes, sollte unter dem Kennwort "Walküre" der eigentliche Staatsstreich gegen Hitler ausgelöst werden. Da die in Berlin versammelten Verschwörer keine klaren Informationen über die Vorgänge in der "Wolfsschanze" hatten, zögerten sie mit der Ausführung der Umsturzpläne. Zwischen dem Attentat und Stauffenbergs Ankunft im Bendlerblock vergingen deshalb Stunden ungenutzt. Auch die geplante Nachrichtenblockade von Hitlersostpreußischer Zentrale misslang.

Rachefeldzug nach misslungener Aktion

Zwar schafften es die Putschisten in Berlin, Befehle zur Verhaftung hoher SS-Funktionäre zu erlassen und Generalfeldmarschall Erwin von Witzleben zum Oberbefehlshaber im "Heimatkriegsgebiet" zu ernennen. Doch weil Hitler überlebt hatte, und einige zögernde Generäle den Verschwörern die Unterstützung versagten, gewannen die Anhänger des Regimes am Abend wieder die Oberhand.

Stauffenberg und einige Mitverschwörer wurden noch in der Nacht auf den 21. Juli auf Befehl von Generaloberst Friedrich Fromm erschossen. Es folgte ein großangelegter Rachefeldzug, dem etwa 5.000 Menschen zum Opfer fielen. Allein der berüchtigte "Volksgerichtshof" erließ über 200 Todesurteile, die allesamt vollstreckt wurden.

20. Juli mit großer Bedeutung

Für das heutige demokratische Deutschland hat der 20. Juli eine große Bedeutung. Im "Bendlerblock" findet sich die Staatsspitze alljährlich zu einer Gedenkfeier ein. Seit 1999 wird am 20. Juli mit einem Gelöbnis von Bundeswehr-Rekruten an den Widerstand der Offiziere gegen Hitler erinnert. Ihr Streben nach Frieden und für Menschenrechte soll als Traditionslinie für die Deutsche Bundeswehr bewahrt werden.

(APA/AFP)

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