68 Sekunden lang war ManCity im CL-Halbfinale

Sterling schoss das vermeintliche 5:3, das zum Aufstieg gereicht hätte
Sterling schoss das vermeintliche 5:3, das zum Aufstieg gereicht hätte ©AP
Klassischer Fall von "zu-früh-gefreut" bei Pep Guardiola und Co. 
Das vermeintliche Last-Minute-Wunder von Manchester
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Es war aus mehreren Gründen ein äußerst denkwürdiges Spiel zwischen Manchester City und Tottenham Hotspur im Viertelfinale der UEFA Champions League. 7 Tore in 90 Minuten, das erneute vorzeitige Aus des großen Pep Guardiola in der Königsklasse, der erstmalige Einzug von Tottenham ins CL-Halbfinale – aber auch wegen der verhängnisvollen 93. Minute….

Die alles entscheidende Szene des Spiels

Frei nach Monk – Es lief so ab: Die Tottenham-Spieler lagen in der 93. Minute in akuter Schockstarre regungslos am Boden, während City-Trainer Pep Guardiola aufgrund unbändiger Freude wie wild durch die Luft hüpft. Seine Spieler liegen sich gleichzeitig überschwänglich jubelnd in den Armen. Und das ganze Stadion steht Kopf. Manchester City ist weiter, dank eines Treffers von England-Star Raheem Sterling in der Nachspielzeit.

Denkste!

Das vermeintliche Last-Minute-Wunder von Manchester City zerplatzte 68 Sekunden später wie eine Seifenblase. Abseits!

Der Video-Schiedsrichter ließ das Tor zurücknehmen, weil “Golden Goal”-Passgeber Sergio Aguero knappe 10 Centimeter im Abseits stand. Nun verkehrten sich die überbordenden Emotionen im ganzen Stadion. Manchester City schwer geschockt – Tottenham im unendlichen Freudenjubel. Das nicht-gegebene Abseits-Tor spülte die Londoner ins Halbfinale und fügte Man-City eine der bittersten Stunden und Wunden in der Vereinsgeschichte zu. Das 5:3 von Striker Sterling hätte gereicht, aber das 4:3-Endergebnis reichte nach dem 0:1 im Hinspiel nicht! Wenn Siege schlimmer als jede Niederlage sind…

Unverkennbare Parallele zur unvergessenen Schalke-Meisterfeier

Die Szenen zu Manchester erinnerten frappant an das blaue Wunder, das Schalke einst erlebte. Wir schreiben den 19. Mai 2001. Schalke glaubt nach dem 5:3 gegen Unterhaching am letzten Spieltag Meister zu sein. Königsblau ließ dementsprechend alle Dämme brechen, feierte im Gelsenkirchener Park Stadion mit den Fans eine ausgelassene Meisterparty. Eine vermeintliche Meisterparty. Denn beim Titelkonkurrenten München war das Spiel, anders als seitens Schalke fälschlicherweise gedacht, noch gar nicht zu Ende.

Ein Last Minute Tor für die Bayern und die Münchner hätten den Bundesliga-Titel geholt. Der Rest ist unvergessene Geschichte. Das Unfassbare passierte tatsächlich. Bayerns Abwehrchef Patrik Anderson tritt in der 94. Minute zum Freistoß an und versenkt ihn im Netz. Die Bayern sind Meister. Schalke ist auch Meister, aber eben nur Vize-Meister. Ganz Schalke bricht live im Stadion in Tränen aus…

Von: Daniel Hoffmann / VOL.AT

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