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65 Jahre auf See

Helmut Schöpf
Helmut Schöpf
Vom Schiffsjungen zum Kapitän: Helmut Schöpf kam zufällig zum Traumberuf.

Der Zufall hatte seine Hände im Spiel. Denn eines Tages fragte ein Schifffahrtsbediensteter Helmut Schöpf: „Willst du nicht Schiffsjunge werden?“ „Ich dachte mir halt, warum eigentlich nicht“, erklärt Helmut Schöpf und startete damit seine Karriere als Seemann. Zum Glück: denn damit kam der Fußacher zu seinem Traumberuf. Und auch heute noch zieht es ihn hinaus auf den Bodensee.

„Frei wie ein Vogel“

Als Kapitän des Motorschiffs „Elisa“, wenn auch nur noch aushilfsweise. „Für mich ist es der schönste Beruf, den es gibt“, bekommt der 79-Jährige nach 65 Jahren Schifffahrtskarriere noch immer ins Schwärmen und begründet: „Wenn du den Hafen verlässt, dann lässt du alles zurück. Auf dem See fühlst du dich frei wie ein Vogel.“

Eine harte Zeit

Dabei war rückblickend die Zeit an Bord sehr hart. „Es war eine unglaublich schwere und dreckige Arbeit als Schiffsjunge“, erinnert er sich, „wir mussten das Schiffsdeck scheuern, Messingteile polieren, Kohlenreste wegputzten oder die Ruderanlage, die Fenster und Klos säubern. Doch der Fußacher hat sich hochgearbeitet.

Seit 21 Jahren Kapitän

Seit 1988 ist er Kapitän. Ein sehr erfahrener, denn es gibt kaum ein Schiff auf dem See, das er noch nicht gesteuert hat. Selbstverständlich die österreichische Flotte unter anderem „MS Österreich“, „MS Austria“, „MS Vorarlberg“, „MB Silvretta“, „MB Montafon 1, 2 und 3“, „MB Dornbirn“, „MB Feldkirch“, „DS Bludenz“, „DS Stadt Bregenz“, die Deutschen Schiffe „DS München“, „MS Mettnau“, „MS Hegau“ und auch das Herzstück auf dem See, das Dampfschiff „Hohentwiel“.

Lebensretter

An eine ausgesprochen kuriose Situation muss Schöpf auch noch oft zurückdenken. „Das war, als mir die deutsche Grenzpolizei per Funk mitteilte, dass sich ein gesuchter Mörder bei uns an Bord befinden würde“, erzählt er. Er hätte dann ganz unauffällig den Kurs ändern müssen, zurück zum Hafen Lindau, damit die gesuchte Person verhaftet werden konnte. „Das ist uns gelungen“, zeigt er sich sichtlich stolz. In seiner Zeit als Hafenkassier wurde er sogar zum Lebensretter. „Ich habe an der Kasse insgesamt dreimal gesehen, wie jemand ins Wasser fiel“, so Schöpf, „glücklicherweise war es jedes Mal möglich, die Person zu retten.“ Helmut Schöpf ist heute der dienstälteste Kapitän am Bodensee.

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