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60 Jahre Pille: Fluch oder Segen?

©AFP
Im Podcast #dailymed nahm es Health Coach Dominik Klug mit der Antibabypille auf.

von Alyssa Hanßke/Wann & Wo

60 Jahre ist es her, dass die erste Antibabypille auf den amerikanischen Markt kam. Seither hat sich im Thema Verhütung viel getan. Das weiß auch Health Coach Dominik Klug. In der neuesten Episode seines Podcasts #dailymed beleuchtet der Gesundheitsinfluencer zusammen mit Alessia Henoch verschiedenste Verhütungsmethoden – darunter auch die wohl gängigste, die Antibabypille. „Unter Berücksichtigung des geschichtlichen Kontextes, war die Erfindung der Pille natürlich ein gewaltiger Befreiungsschlag. Allerdings setzen sich, gerade aus heutiger Sicht, viele Frauen nicht genügend mit dem Thema auseinander.“ Besonders kritisch sieht die Psychologin und Gesundheitsexpertin, wie schnell in der heutigen Zeit ein Rezept für die Antibabypille ausgestellt wird. Weil es sich dabei jedoch um ein hormonelles Verhütungsmittel handle, sei der achtlose Umgang damit nicht erstrebenswert. Wie Klug betont, bringen diese nämlich den Hormonhaushalt des weiblichen Körpers aus dem Gleichgewicht.

Alternativen zur Pille

Glücklicherweise gibt es heutzutage eine breite Tabelle an Alternativen. Dazu gehören laut Henoch unter anderem nichthormonelle Verhütungsmittel, wie der Klassiker schlechthin, das Kondom. Auch die Kupferspirale oder -kette gehören dieser Gruppe an. Dennoch sollte auch diese Methode nicht unterschätzt werden: „Was keine Frau verkennen darf, ist, dass es sich hierbei immernoch um einen Fremdkörper, ein Implantat, handelt, das dem Körper zugefügt wird.“ Als Plus-Punkt hebt die Gesundheitsexpertin bei diesen Varianten den enormen Sicherheitsfaktor hervor, da bei der Anwendung selbst nichts mehr falsch gemacht werden kann. Weitere Alternativen, die Henoch den „natürlichen Verhütungswegen“ zuordnet, sind etwa Temperaturmessungen, Hormoncomputer oder Zyklusapps. Vor der Wahl einer bestimmten Verhütungsmethode, sollte, laut Klug und Henoch, der Pearl Index, ein Sicherheitsvergleich verschiedener Alternativen, berücksichtigt und eine Beratung in Anspruch genommen werden.

Statements: Warum ist Verhütung so ein wichtiges Thema?

Celine, 23, Bregenz: „Ich habe mich sehr viel mit dem Thema Verhütung beschäftigt. Zum einen, weil ich erst schwanger werden möchte, wenn ich meinem Kind auch etwas bieten kann. Für die Frau gibt es viele Alternativen. Die Pille sagt mir persönlich nicht zu, weil ich nur Probleme damit hatte. Mein Favorit ist die Mini-Hormon-Spirale, da ich dadurch keinerlei Nebenwirkungen habe. Um Geschlechtskrankheiten zu vermeiden, ist das zusätzliche Verhüten mit einem Kondom ein absolutes Muss. Und ganz wichtig: Coitus Interruptus ist kein Verhütungsmittel.“

Florentina, 22, Lustenau: „Oft wird das Thema Verhütung ja der Frau zugeschrieben. Dabei zu beachten: Hormonelle Verhütungsmittel wie die Pille können starke Auswirkungen haben. Aus diesem Grund finde ich die Spirale eine bessere Lösung – sie ist hormonfrei und beeinflusst den Körper nicht so sehr. Auf Dauer ist sie auch billiger. Doch das Thema Verhütung sollte nicht immer nur an den Frauen hängen bleiben. Es heißt auch immer wieder, dass an alternativen Verhütungsmitteln, außer Kondom und Sterilisation, für den Mann gearbeitet wird.“

Jessica, 25, Höchst: „Durch das sehr breite Angebot an Verhütungsmitteln, ist bestimmt für jeden das Passende dabei. Natürlich gilt zu beachten, aus welchem Grund man verhüten will. Die Pille nehmen viele Frauen, meiner Erfahrung nach, um den Krämpfen während der Menstruation entgegenzuwirken. Kondome bieten als einziges Verhütungsmittel Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten. Darum sollte auch eine Kombination in Erwägung gezogen werden. Glücklicherweise kann aber jeder für sich selbst entscheiden, was für ihn am besten passt.“

Michelle, 24, Bregenz: „Grundsätzlich finde ich, dass heutzutage gut über das Thema Verhütung aufgeklärt wird und es auch kein Tabu-Thema mehr darstellt.  Wichtig fände ich es jedoch, noch mehr auf das Thema künstlich zugeführten Hormone, etwa in Form der Antibabypille, aufmerksam zu machen, gerade auch im Zusammenhang mit Rauchen, weil sie Körper und Psyche stark beeinträchtigen können. Da jede Frau und jeder Körper individuell ist, sollte nicht so leichtfertig mit der Wahl der passenden Verhütungsmethode umgegangen werden.“

Felicitas, 24, Dornbirn: „Meiner Meinung nach ist Verhütung ein extrem wichtiges Thema. Dabei sollte nicht nur das Vermeiden einer ungeplanten Schwangerschaft im Vordergrund stehen, sondern an erster Stelle natürlich auch der Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten durch ein Kondom. Mann und Frau sollten sich mit dem Thema gleichermaßen beschäftigen – Verhütung ist nicht allein Frauensache, wie es manchmal fälschlicherweise dargestellt wird. An Aufklärung darf es auf keinen Fall mangeln. Bleibt fresh, safety first!“

Die gesamte Ausgabe der Wann & Wo lesen Sie hier.

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