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500 Tage bis Peking 2008

Zum dritten Mal in der Geschichte von Olympischen Sommerspielen geht das milliardenschwere Sport-Event in Asien in Szene. Am Dienstag sind es noch 500 Tage vor Beginn der Spiele in Peking.

Das Umspringen der in Peking an zahlreichen Straßenecken und Hausmauern angebrachten Countdown-Uhren auf 500 Tage ist ein signifikanter Mosaikstein in der Vorbereitung auf den nächstjährigen Sport-Höhepunkt. Auf der offiziellen Homepage war es am Montag um 14:00 Uhr MESZ so weit. Wie vor Sommer-Olympia 2004 in Athen ist aber noch vieles unfertig, anstelle von modernen Sportstätten gehören freilich noch Baustellen zum Erscheinungsbild der Hauptstadt der Volksrepublik China.

Doch die Zuversicht bei den Organisatoren ist groß, dass alle Fristen bis zur Eröffnung am 8. August 2008 eingehalten werden. “Die Wettkampfstätten und das Olympische Dorf liegen im Plan. Peking ist sicherlich viel weiter, als es Athen 500 Tage vor der Eröffnung gewesen ist”, sagte die schwedische IOC-Vizepräsidentin Gunilla Lindberg. Wie in Athen werden Entscheidungen in 28 Sportarten auf dem Programm stehen. Für die Spiele 2012 in London wurde auf 26 reduziert.

In der 7,6-Millionen-Einwohner-Stadt Peking wird das Gros der Events ausgetragen werden. Herzstück wird das auf Grund seiner Bauweise “Vogelnest” genannte, und im Olympia-Park gelegene Olympiastadion sein. Die Stahl-Konstruktion mit verschließbarem Dach wird vor den Spielen ebenso in Testwettkämpfen ausprobiert wie alle anderen 36 Wettkampf-Arenen. Ausgelagert sind Segeln nach Qingdao, Pferdesport nach Hongkong sowie Fußball nach Tianjin, Shanghai, Shenyang und Qinhuangdao.

Umgerechnet 30 Milliarden Euro werden für Olympia in die Modernisierung der chinesischen Hauptstadt investiert. 500.000 ausländische Besucher werden zu den Spielen erwartet. Sie werden u.a. in zwölf neu erbaute und elf renovierte Stadien pilgern. Und für ihre Quartiere können sie unter knapp 4.700 Pekinger Hotels mit insgesamt aktuell 286.900 Zimmern bzw. rund 572.000 Betten wählen.

1964 in Tokio und 1988 in Seoul fanden Olympische Sommerspiele auf asiatischem Boden statt, beide verliefen aus österreichischer Sicht enttäuschend. In Japan gingen die 56 ÖOC-Sportler leer aus, aus Südkorea brachten die 76 Entsandten eine Goldmedaille mit nach Hause – errungen durch Judoka Peter Seisenbacher. Die 1940 in Tokio geplant gewesenen XII. Sommerspiele waren wegen des Zweiten Weltkriegs ausgefallen.

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