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50 Fachleute und Politiker trafen sich in Röthis

Rund 50 Interessierte, darunter einige Bürgermeister, Gemeindemandatare und Fachleute, sind der Einladung von Vision Rheintal und dem Betreuungs- und Pflegenetz Vorarlberg gefolgt.
Rund 50 Interessierte, darunter einige Bürgermeister, Gemeindemandatare und Fachleute, sind der Einladung von Vision Rheintal und dem Betreuungs- und Pflegenetz Vorarlberg gefolgt. ©Vision Rheintal

Bregenz, 2. November 2009 – Was können Vernetzung und Kooperation dazu beitragen, die zukünftigen Herausforderungen der Betreuung und Pflege älterer Menschen zu meistern? Diese Frage stand im Zentrum einer Veranstaltung, zu der sich am vergangenen Freitag im Vorderlandhus Röthis rund 50 Fachleute und Politiker trafen. Eingeladen hatten Vision Rheintal und das Betreuungs- und Pflegenetz Vorarlberg.

Praktische Beispiele aus dem ambulanten sowie aus dem stationären Bereich standen im Mittelpunkt der Veranstaltung im Vorderlandhus. Vorgestellt wurden Kooperationsprojekte, wie etwa der Krankenpflegeverein Rheindelta, zu dem seit Jänner 2008 neben Fußach und Höchst auch Gaissau gehört. „Wenn mehrere Vereine ihre Personalressourcen in einem Pool mit gemeinsamer Einsatzleitung zusammenfügen,” so Gaby Wirth, Geschäftsführerin des Landesverbandes für Hauskrankenpflege, „entsteht ein flexibles Team, das Spitzenzeiten und Randzeiten viel besser abdecken kann. Das käme der Bevölkerung aller beteiligten Gemeinden sehr zugute. In Ansätzen wird das schon gemacht. Mittelfristig ist es aber sicher ein Ziel, das Kooperationspotenzial im ambulanten Bereich noch mehr auszuschöpfen.”

Kooperation als logischer Schritt
Als weiteres positives Beispiel für Vernetzung und Kooperation wurde den Besucherinnen und Besuchern der Lebensraum Vorderland vorgestellt. In der Region Vorderland bewältigen acht Gemeinden schon seit den 80er-Jahren die stationäre Pflege gemeinsam.

„Im ambulanten Bereich bringen Kooperationen vor allem eine höhere zeitliche Flexibilität des Personals und damit ein Qualitäts-Plus für die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen”, betonte Peter Hämmerle vom Fachbereich Senioren, Pflegesicherung und Sozialhilfe beim Land Vorarlberg. „Im stationären Bereich geht es hingegen auch um die hohen Kosten von Pflegeheimen. Um die Balance zwischen Wohnortnähe und Finanzierbarkeit zu halten, hat das Land Vorarlberg gesetzlich festgelegt, dass ein Heim mindestens 30 Betten haben sollte. Einen so hohen Bedarf wird außer den ganz großen Gemeinden in den nächsten fünf bis sechs Jahren keine Kommune für sich allein reklamieren können. Der nächste logische Schritt werden also Gemeinde übergreifende Kooperationen sein.”

Neutrale Beratung für Betroffene und Angehörige
Neben den Gemeindegrenzen gilt es aber auch, die Grenzen zwischen einzelnen Einrichtungen und handelnden Personen zu überwinden. „Die Vernetzung der verschiedenen Akteure aus dem ambulanten und stationären Bereich ist eine Voraussetzung für die Einrichtung von Anlaufstellen, wo Betroffene und Angehörige neutral Rat und Orientierung bekommen und auf der Suche nach bedarfs- und bedürfnisorientierten Lösungen begleitet werden,” erläutert Martin Hebenstreit,

Geschäftsführer der connexia und Koordinator des Betreuungs- und Pflegenetzes Vorarlberg. Eine Überzeugung, die von Vision-Rheintal-Projektleiter Martin Assmann geteilt wird: „Nur wenn alle an einem Strang ziehen”, betont Assmann, „ lassen sich die großen Herausforderungen meistern, die im Bereich Betreuung und Pflege älterer Menschen auf uns zukommen.”

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