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5 Prozent versäumten ihren Covid-Impftermin: Das sagt Landesrätin Rüscher

©VOL.AT/Mayer, Dietmar Stiplovsek
Am Wochenende erschienen einige Vorarlberger nicht zu ihren Impfungen. Landesrätin Martina Rüscher über Fälle und Konsequenzen.
Corona-Impfung: Ab Juli neues Impf-Terminsystem

Die Impfdisziplin im Land scheint abzunehmen. Allein am Sonntag erschienen rund 180 Personen nicht zur ihren Erstimpfungen in Vorarlbergs Impfstraßen. Das sind konkret rund 5 bis 6 Prozent, die sich zwar zur Impfung anmelden, aber nicht kommen. Für das Personal und die Helfer in Impfstraßen bedeutet das eine Planungsunsicherheit. Auch Überstunden fallen an, wenn Backup-Listen abgearbeitet werden müssen.

Mehr Service als Konsequenz

Die Impfung sei in erster Linie ein Angebot, erklärt Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher: "Wir versuchen die Konsequenz dahingehend auszurichten, dass wir noch mehr Service anbieten." So soll man ab 1. Juli den Impfort und -termin, sowie den Impfstoff auswählen können. Auch soll die Impfung näher zum Menschen kommen und in Ordinationen angeboten werden. "So versuchen wir positive Faktoren anzubieten, die diese Impfung noch mehr erleichtern", verdeutlicht sie. Auch eine Last-Minute-Möglichkeit gibt es bald: "Jeder, der sagt 'ich kann ganz schnell irgendwo hinkommen, wenn irgendwo ein Impftermin frei bleibt' kann dann diesen Haken setzen." Auf diese Liste könne man dann schnell zugreifen, wenn jemand absage oder nicht komme.

Termine müssen bald selbst gebucht werden

"Uns bleibt am Ende vor allem ein Appell einen gebuchten Termin, den man selbst bestätigt hat, auch wirklich wahrzunehmen", meint die Landesrätin. Es könne immer etwas dazwischen kommen. Im Notfall solle man anrufen und den Termin verschieben. So tue man sich in der gesamten Impflogistik leichter. Bisher konnte man darauf spekulieren, gleich wieder einen neuen Termin zu bekommen. "Das gibt es ab 1. Juli nicht mehr", meint Rüscher. Dann muss man selbst einsteigen und einen Termin buchen. Wenn man diesen versäumt, muss man sich auch wieder selbst um einen neuen kümmern. "Wir bitten nochmals nicht einfach nur abzuwarten und nichts zu tun, sondern wie bei jedem anderen Arzttermin auch vorher abzusagen", gibt sie zu verstehen. Es gebe bei der Impfung nicht nur Zeitaufwand und Ressourcen, neue Menschen dazuzuholen - der bereits aufgetaute Impfstoff müsse verimpft werden.

Keine Sanktionen geplant

Rechtliche Konsequenzen oder Sanktionen bei der Versäumung des Impftermins sind derzeit nicht angedacht. Es soll auch keine Bestrafungs-Konsequenzen oder ähnliches geben. Mit der Änderung in der Impftermin-Vereinbarung will man ein bewusstes Verpassen des Impftermins aber zumindest nicht erleichtern. Einige Vorarlberger haben bisher darauf spekuliert, dass ihr Hausarzt eh bald selbst impft. Bei Ärztinnen und Ärzten würden schon Listen geführt, erklärt die Landesrätin. Für die Ärzte ist die Impfung in der Ordination auch mit einem gewissen Aufwand verbunden: "Es ist ein genau ausgeklügeltes System", verdeutlicht Rüscher. "Umso wichtiger ist es, dass diese Impftermine dann auch eingehalten werden."

(VOL.AT)

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