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45.000 Menschen steigen täglich ein

Michael Stabodin, Geschäftsführer Landbus Unterland
Michael Stabodin, Geschäftsführer Landbus Unterland ©Edith Rhomberg
Lustenau profitiert vom ausgeklügelten System des Landbus Unterland, das Geschäftsführer Michael Stabodin verantwortet.
Lustenau und Landbus Unterland

Lustenau. Mit dem neuen Busfahrplan ab 10. Dezember werden wieder zwei wichtige Verbesserungen wirksam. Für Manfred Hagen von der grünen Verkehrsgruppe Lustenau sind gute Anschlussverbindungen für die Bewohner der Marktgemeinde zu den Bahnhöfen Dornbirn und Hohenems eines der zentralen Themen.

Neben Lustenau gehören weitere 23 Gemeinden von Götzis bis Gaißau und Möggers zum Netz des Landbus Unterland. Die Fäden für das komplexe System der insgesamt 650 Kilometer-Strecke laufen im Kundenbüro neben dem Dornbirner Busbahnhof zusammen. Dort ist Michael Stabodin im zweiten Jahr Geschäftsführer des Landbus Unterland. Der VN Heimat gewährte er kürzlich einen Blick hinter die Kulissen.

16 Millionen Fahrgäste pro Jahr

„Die Verantwortung zu tragen und das System täglich aufrecht zu erhalten für so viele Menschen – im Bereich leben 200.000 Personen – ist eine echte Herausforderung“, sagt Michael Stabodin. Den Überblick zu haben macht ihm sichtlich Spaß besonders dann, wenn es mit den 74 Bussen läuft wie am Schnürchen. Da bleibt nichts dem Zufall überlassen. Die Zahlen hat er auf Knopfdruck – oder viel mehr per Mausklick – parat. „Das große Gefüge des ÖPNV reagiert sensibel“, erklärt er, um gleich wieder eine beeindruckende Zahl wie nebenbei zu erwähnen. Im Schnitt sind es täglich 45.000 Menschen, die in die Busse des Landbus Unterland einsteigen. Wichtig ist für den Geschäftsführer, dass das Bussystem in sich verlässlich funktioniert und dass die Anschlussqualität an das Schienennetz verbessert wird.

Den jährlichen Fahrplanwechsel im Dezember beschreibt er als Prozess mit einer langen Vorlaufzeit. Wenige Wochen danach wird bereits analysiert, wie sich die Veränderungen auswirken. Beim Stichwort Fahrplanwechsel werden die für Lustenau relevanten Verbesserungen angesprochen.

Lustenau profitiert mit Bus 50 und 54

Manfred Hagen spricht gleich den Anschluss an den ab 10. Dezember durchgehenden Nachtzug – an Wochenenden und vor Feiertagen – auf der S 1 zwischen Bregenz und Bludenz an. Die Fahrzeiten der Buslinie 50 werden bis 4.30 Uhr verlängert. „Mit diesem Anschluss können auch Nachtschwärmer fast die ganze Nacht Lustenau erreichen oder von dort aus jeden Bahnhof, der an der S 1 liegt, anfahren“, freut er sich. Zusätzlich wird die Fahrzeit der Linie 50 auch während der Wochentage verlängert. Der letzte Bus nach Lustenau verkehrt nun ab Bahnhof Dornbirn um 0.28 Uhr. Damit hat der letzte Railjet aus Wien Anschluss nach Lustenau. Auch die Züge der S1, die um diese Zeit in Dornbirn einfahren, werden abgewartet. Für die Besucher von Kulturveranstaltungen in Feldkirch oder Bregenz ist das eine Qualitätsverbesserung, ist sich Hagen sicher.

Anschluss an die REX Züge Bregenz-Bludenz

Seit dem letzten Fahrplanwechsel gibt es einen fast durchgehenden stündlichen REX Takt auf der genannten Achse. Dieser ermöglicht wesentlich schnellere Fahrzeiten in Richtung Oberland. Die neu geschaffene Linie 54 von Lustenau Zentrum über das Hasenfeld nach Hohenems hat Anschluss an diesen REX Takt sowohl in Richtung Bludenz, als auch in Richtung Bregenz.

„Mit diesen Maßnahmen wird Lustenau wieder ein Stück mehr ‚auf Schiene gebracht‘“, beschreibt Manfred Hagen die Verbesserungen.

Michael Stabodin darf seinerseits auf die steigende Zufriedenheit der Kunden hoffen. Dabei ist ihm bewusst, dass Reklamationen nie ganz ausgeschlossen werden können. Deshalb sind sie bei Landbus Unterland auch Chefsache.

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