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3D-Simulationen könnten Schäden verhindern

Durch den Einsatz von 3D-Simulationen hätte nach Ansicht von Wissenschaftern einiges an Schäden der aktuellen Katastrophe verhindert werden können.

So könnten etwa Flutwellen in Orten und Städten bereits vor dem Eintreffen genau simuliert und sogar zu erwartende Drücke auf einzelne Dämme errechnet werden, sagte dazu der Geschäftsführer des Wiener K plus-Zentrums VRVis, Georg Stonawski, gegenüber der APA. Das 3D-Forschungszentrum arbeitet in einem Projekt gemeinsam mit der Grazer High-tech-Motorenschmiede AVL an verschiedensten Simulationen.

Die Daten, mit denen die Visualisierungsprogramme gefüttert werden müssen, sind teilweise sogar vorhanden, so ist die Österreichische Oberflächestruktur mit einem Raster von 20 Metern erfasst. Ergänzend müssten detailliertere Pläne über Gebäude in Städten und Dörfern eingegeben oder auch Messungen am Ort des Geschehens durchgeführt werden. Dann fehlen noch die Daten einer tatsächlich erwarteten oder auch rein angenommenen Flutwelle, und schon beginnt der Computer zu rechnen und macht den Verlauf der Flut sichtbar.

Ist die Simulation einmal abgeschlossen, können die Forscher angeben, welcher Wasserstand zu erwarten ist und welchen Weg die Flutwelle nehmen wird. „Details wie zu erwartende Belastungen von einzelnen Dämme oder sogar Haustüren werden sichtbar“, sagte Stonawski. So könnten Einsatzkräfte genau planen, wo etwa mobile Dämme errichtet werden müssen, welche Höhe und Stärke erforderlich ist.

Wenn die Flut einmal unterwegs ist, müssten die Vorarbeiten allerdings schon abgeschlossen und etwa die Geländedaten von gefährdeten Gemeinden und Gebieten in das System eingespeist sein. Entwickelt wurden die hinter den Simulationen steckenden Rechenmodelle von AVL eigentlich für die Visualisierung von den Vorgängen im Inneren eines Motors. Nun sollen gemeinsam mit VRVis neue Einsatzmöglichkeiten gefunden werden.

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