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3D-Notebooks bislang erfolglos

Nachdem TV-Geräteproduzenten 3D zum neuen großen Trend erklärt haben, bieten Computerhersteller zunehmend auch 3D-Laptops an. Doch bislang kommen die Geräte bei den Kunden kaum an.
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“Seit Jahresbeginn wurden weniger als 100.000 3D-fähige Notebooks verkauft, bei einem Markt von über 100 Mio. Geräte. Das ist weniger als ein Promille des Marktvolumens”, so John Jacobs, Leiter des Bereichs Notebook-Marktforschung bei DisplaySearch in San Francisco, in einer aktuellen Kurzanalyse. Dafür verantwortlich macht er den Aufpreis, der bei 3D-fähigen Geräten anfällt.

Hinderliche Mehrkosten

Seit 2009 haben viele Hersteller 3D-fähige Notebooks angekündigt und auf den Markt gebracht, darunter Acer, Asus und Lenovo. Zur IFA haben beispielsweise HP, MSI und Sony entsprechende Produkte vorgestellt. Auch bei LG Electronics und Samsung sind Geräte in Entwicklung, so der Analyst. Doch auf dem Markt eingeschlagen haben 3D-Notebooks bislang nicht. Daran wird sich nach DisplaySearch-Schätzung 2011 wenig ändern, berichtet die Computerworld. Demnach werden kommendes Jahr nur etwas mehr als 0,2 Prozent der Neugeräte 3D-fähig sein.

Ein wesentliches Hindernis in Sachen Kundenakzeptanz ist laut Jacobs, dass 3D-Unterstützung einen Aufpreis von 200 bis 300 Dollar bedeutet. Das sei zu viel, solange User nur gelegentlich ein paar 3D-Filme am Laptop ansehen. “Wenn man einen Grund hat, ein Notebook zu kaufen, dann ist es, dass man ein Notebook braucht und nicht, dass man ein 3D-Gerät benötigt”, meint der Analyst. Allerdings ist denkbar, dass sich das durch mehr 3D-Content wie Spiele ändern wird. Immerhin rührt Nvidia bereits die 3D-Werbetrommel damit, dass auch ältere Games stereoskopisch erlebbar werden.

Zweite Chance

Während heutige 3D-Notebooks also sichtlich Anlaufschwierigkeiten haben, ist ihre Zukunft offen. “Es ist etwas zu früh im Lebenszyklus dieser Geräte um abzuschätzen, ob sie Erfolg haben oder scheitern werden”, erklärt Jacobs. Verkommen sie zum Flop, wäre das nicht das erste Mal. Sharp und NEC hatten bereits 2004 3D-Laptops auf den Markt gebracht haben, die dem Ananlysten zufolge äußerst enttäuschende Verkaufszahlen hatten und schnell wieder in der Versenkung verschwunden sind. Beide Hersteller haben damals nicht auf Spezialbrillen gesetzt, sondern Parallaxenschranken-Displays genutzt. Das ist die Technologie, auf die jetzt Nintendo bei der 3DS setzt.

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