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38 Prozent der Jugendlichen gamen täglich

Die Spiele, die früher so etwas wie Zweitverwertungen von Hollywood-Produktionen waren, laufen dem Film im Aufmerksamkeitsbudget der Jugendlichen den Rang als narrative Form der Unterhaltung ab.

So stehen Computer- und Videospiele zumindest bei Burschen öfter am Programm als Kino oder DVD-Abende. Mit 12,5 Stunden Mediennutzungszeit pro Woche liegen PC- oder Online-Spiele laut den Marktforschern Yankee Group Research in Boston in der Gruppe der 18- bis 34-jährigen Männer bereits deutlich auch vor dem Fernsehen (9,8 Stunden).

Aktuelle Zahlen über Spielverhalten Jugendlicher in Österreich, das sich 2006 mit dem Boom u. a. von „World Of Warcraft“ und der neuen Generation von Spielekonsolen stark geändert haben dürfte, sind noch nicht zu erhalten. Doch schon die Statistiken aus dem Jahr 2005 zeigen: Die männlichen 14- bis 19-Jährigen spielen sehr häufig Computerspiele (34 Prozent) und Videospiele (24 Prozent), ins Kino gehen dagegen nur 16 Prozent sehr häufig, ein DVD-Abend mit Freunden steht bei 14 Prozent sehr häufig am Programm. Bei den Mädchen ist Kino (17 Prozent) und DVD (9 Prozent) nur wenig beliebter als Computer- (14 Prozent) und Videospiele (7 Prozent). Dies geht aus der Freizeit-Studie der Jugendpolitik-Reihe des Sozialministeriums hervor.

Je älter die Jugendlichen bzw. jugendlichen Erwachsenen werden, desto seltener wird gespielt: Bei den 25- bis 30-Jährigen spielen 14 Prozent der Männer und 3 Prozent der Frauen sehr häufig mit dem Computer, 9 (4) Prozent Videospiele. Ins Kino gehen 10 (11) Prozent sehr häufig, DVD-Abende machen 10 (5) Prozent sehr häufig. Jedoch nützen immerhin noch 32 Prozent der weiblichen Computer-User dieser Altersgruppe diesen zum Spielen – mehr als zum Musik hören (27 Prozent) oder Musik brennen (18 Prozent). Zum Vergleich: 49 Prozent der 14- bis 19-jährigen weiblichen Teenager nutzen den Computer zum Spielen.

In Deutschland gibt es schon Zahlen aus dem Jahr 2006, die aller Wahrscheinlichkeit nach mit Österreich vergleichbar sind. 38 Prozent der Jugendlichen in Deutschland spielen täglich oder sehr häufig Computerspiele, erhob der „Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest“. Buben (57 Prozent) deutlich mehr als Mädchen (17 Prozent) – was sich aber u. a. mit der neuen Nintendo-Konsole „Wii“, die sich explizit an Nichtspieler und ältere Menschen richtet, ändern könnte. Ein Viertel der Zeit, die die Jugendlichen vor dem Computer verbringen, werden in Spiele investiert (rund die Hälfte in Surfen, ein weiteres Viertel in Lernen und Arbeit). Andererseits: Immer noch 28 Prozent spielen nie.

Und derzeit wird die erste Generation an jungen Männern erwachsen, die ihr ganzes Leben lang von Spielen begleitet worden ist. Und die hört auch im Alter nicht auf zu spielen. Der durchschnittliche Computerspieler in den USA ist laut Spielehersteller-Verband ESA 33 Jahre alt. 44 Prozent der Spieler sind 18 bis 49 Jahre alt, 25 Prozent über 50. Im Durchschnitt spielen diese bereits zwölf Jahre lang.

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