300.000 Euro Schaden durch Betrügereien im Kärntner Rotlichtmilieu

Gehäufte Abzock-Fälle durch Prostituierte in Kärnten
Gehäufte Abzock-Fälle durch Prostituierte in Kärnten ©dpa/Uwe Anspach (Symbolbild)
In Kärnten grassiert seit kurzem eine neue Betrugsmasche im Rotlichtmilieu: Prostituierte locken Freiern unter dem Vorwand der Verliebtheit hohe Geldbeträge heraus und verschwinden dann. Der derzeit bekannte Schaden liegt bei über 300.000 Euro, bestätigte ein Ermittler des Landeskriminalamts auf Anfrage der APA Berichte in Kärntner Medien.

Die Betrügereien laufen immer nach dem ähnlichen Muster ab. Prostituierte – zumeist aus Südosteuropa – gaukeln ihren – oft älteren – Freiern Verliebtheit vor und bitten um Privatkredite für angeblich dringende Operationen in ihrer Verwandtschaft. Auch um Geld für die Versorgung für Kinder oder die Finanzierung eines Studiums wird gebeten. Laut Polizei setzen sich die Prostituierten dann aber mit dem Geld – oder spätestens, wenn der Betrag verbraucht ist, ins Ausland ab.

80-jähriger Kärntner betrogen

Jüngstes bekanntes Betrugsopfer ist ein 80 Jahre alter Kärntner, der in einem Etablissement rund 50.000 Euro verlor. Die Polizei geht aber davon aus, dass die Anzahl der Geschädigten weitaus höher ist als bisher bekannt, und bittet um Hinweise. Die Beamten glauben auch, dass die Betrugsmasche System hat und zum Teil Zuhälter mitverdienen.

Kreditkarten besonders gefährlich

Die Gefahr für Freier, in solchen Fällen sehr viel Geld zu verlieren, ist dann besonders groß, wenn sie Kreditkarten verwenden. Die Polizei warnt deshalb im Umgang mit Prostituierten vor dieser Zahlungsart und empfiehlt stattdessen die ausschließliche Verwendung von Bargeld.

(APA)

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