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30 Jahre Jugendnetzwerk der Stadt Dornbirn

Vor 30 Jahren wurde in Dornbirn das Jugendnetzwerk aus der Taufe gehoben, das sich seither kontinuierlich weiterentwickelt.
Vor 30 Jahren wurde in Dornbirn das Jugendnetzwerk aus der Taufe gehoben, das sich seither kontinuierlich weiterentwickelt. ©Jugendabteilung
Dornbirn hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einer sehr jugendfreundlichen Stadt entwickelt.
30 Jahre Jugendnetzwerk der Stadt Dornbirn

Dornbirn. Im Herbst 1992 konnte die erste Jugendrahmenplanung auf Betreiben der damaligen Arbeitsgruppe unter fachlicher Begleitung von Heinz Wettstein aus Luzern mit Vizebürgermeister Wolfgang Rümmele, Stadtrat Günther Hagen, Jugendreferent Michael Natter und dem Jugendexperten Claudio Tedeschi für die Stadt Dornbirn ausgearbeitet und beschlossen werden. „Ein Meilenstein, der Dornbirn zum Vorreiter in der Jugendarbeit machte“, erinnert sich Elmar Luger von der Jugendabteilung der Stadt Dornbirn zurück. Inzwischen besuchen zahlreiche Jugendexperten aus dem In- und Ausland jedes Jahr die Dornbirner Jugendeinrichtungen. „Wir freuen uns sehr, dass die Dornbirner Jugendarbeit weit über die Landesgrenzen hinaus Beachtung findet und immer wieder innovative Jugendprojekte für ein jugendfreundliches Dornbirn umsetzt und immer wieder nationale und internationale Auszeichnungen erfährt“, erklärt Luger, der seit 1993 die Jugendkoordination im Amt der Stadt Dornbirn leitet.

Durch die Bemühungen in den letzten 30 Jahren konnte eine breite Palette an Angeboten geschaffen werden, darunter auch die wichtige Arbeit von Vereinen wie dem „:OJA Dornbirn“, jugendornbirn, den Jugendwerkstätten, dem „aha“ und der verbandlichen Jugendarbeit. Diese bieten von Jugendbeteiligungsprojekten, wie z.B. Klassensprechertreffen (Demokratiepreis 2014 des Österreichischen Parlaments), Schülertagungen und „Kompetenzfrühstück für Aufgeweckte“ bis zu Freizeitprogrammen, Jugendsozialarbeit, Jugendkultur- und Sportveranstaltungen oder Europäischer Freiwilligendienst, Aktive Kinder- und Jugendhilfe und Bildungs- und Arbeitsprojekten wie z.B. dem Pflichtschulabschlusskurs Leuchtturm.

Wissenschaftliche Begleitforschung

Die Jugendrahmenplanung bildet in Ergänzung mit der wissenschaftlichen Begleitforschung nach wie vor eine stabile Grundlage für die konzeptionelle Jugendarbeit. „So bildet die Dornbirner Jugendstudie, welche im Jahr 2019 in Kooperation mit dem Verein jugendornbirn und der FH Vorarlberg umgesetzt wurde, die wesentliche Grundlage für die inhaltliche Orientierung“, Luger weiter. Das Dornbirner Modell der umfassenden Jugendarbeit ist für viele Städte und Regionen beispielgebend.

Gesellschaftliche Veränderungen und große Herausforderungen

Die Dornbirner Jugendarbeit hat gerade in der Pandemie aktiv mitgeholfen, dass Jugendliche gut durch diese schwierigen Zeiten gekommen sind. „Vor allem die mobile Jugendarbeit und die Arbeits- und Bildungsprojekte wie Jugendwerkstätten, Leuchtturm, Albatros, job ahoi haben gezeigt, wie wichtig es ist, jungen Menschen Stabilität zu vermitteln“, so Luger. Im kommenden Jahr stehen das aha und die offene Jugendarbeit nicht nur wegen aktueller gesellschaftlicher Krisen, sondern wegen bevorstehender Wechsel in der langjährigen Geschäftsführung vor Herausforderungen. Die Vereinsvorstände zeigen sich mit der Jugendabteilung zuversichtlich, diese Herausforderungen positiv zu bewältigen.

Skatehalle und 25 Jahre Junge Halle

Weiters stehen die Chancen gut, dass im Jahr 2023 eine Skatehalle im ehemaligen Schlachthof und ein Jugendklimarat umgesetzt werden können. Mit dem Jugendnetzwerk laufen außerdem bereits die Vorbereitungen für das Jubiläum „25 Jahre Junge Halle“. Seit 1998 gibt es die Kooperation mit der Messe Dornbirn, in der einerseits Jugendliche auf der Aktionsbühne ihre ersten Erfahrungen machen dürfen (Gesang, Tanz, Musizieren) und andererseits die Jugendorganisationen einen würdigen Rahmen finden, ihre Leistungen einem breiten Publikum zu zeigen. (cth)

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