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24H Feuerwehrjugend in Aktion

24h-Action-Day der Feuerwehrjugend Röthis   Einmal den Alltag eines Berufsfeuerwehrmannes erleben - Das war der Wunsch der Mitglieder unserer Jugendgruppe. Nach intensiven Vorbereitungsarbeiten wurde den Jugendlichen am Freitag/Samstag, 10. /11.02.2012 ein sprichwörtlich volles Programm geboten.
24H

Am Freitag, den 10.02.2012 war für die Jugendlichen pünktlich um 14:00 Uhr \”Schichtbeginn\”. Nach einer Standeskontrolle, dem Erklären allgemeiner Regeln und Hinweise, der Ausgabe von Pagern (Rufempfängern) und der Einsatzbekleidung richteten die Jugendlichen ihr Nachtlager im Schulungsraum ein.

Bereits um 14:30 Uhr stand eine theoretische und praktische Schulung zum Thema \”Atemschutz\” auf dem Programm. Den einleitenden Worten und Erklärungen von AS-Wart Manfred Madlener und seinem Stellvertreter Stefan Künzle durften die Jugendlichen unter Aufsicht in einem mit Disko-Nebel \”verrauchten\” Raum eine vermisste Person suchen und retten.

Kurz nach 16:30 Uhr lösten die Pager aus: in der Walgaustraße musste eine verletzte Person (Pfählung durch Holzpfahl) von der Heubühne eines Stallgebäudes gerettet werden. Bereits den ersten Einsatz lösten die Jugendlichen mit Bravour, galt es doch, das Rollgliss richtig einzusetzen, um die verletzte Person schonend zu retten.

Nach dem ersten Einsatz und entsprechenden Aufrüstarbeiten wartete bereits das Abendessen. Die Jugendbetreuer sorgten mit ausgezeichneten Zack-Zack für die nötige Stärkung.

Anschließend übernahm Kdt. Ing. Joachim Ellensohn die Jugendgruppe und unterrichtete sie im Funk- und Alarmierungswesen. Neben theoretischen Grundlagen mussten die Jugendlichen in weiterer Folge selber Funkgespräche durchführen.

Noch während der Funkschulung lösten erneut die Pager aus: bei der Firma Weiler-Möbel löste die Brandmeldeanlage aus. Das vollbesetzte TLFA rückte in kürzester Zeit aus und machte sich ein Bild von der Lage: der Gruppenkommandant musste anhand der Brandmeldezentrale feststellen, in welchem Bereich sich der Brandmelder auslöste. Anschließend schickte er einen Trupp zur Erkundung ins Gebäude, welcher nach kurzer Zeit die Ursache, einen brennenden Abfalleimer, fand und ablöschen konnte.

Nach diesem Einsatz war für die Jugendlichen \”Freizeit\” angesagt. Während sich einige Jugendliche am Fußballtisch versuchten, schauten die meisten einen Videofilm im Mannschaftsraum an. Dabei kam es zu einer \”Schrecksekunde\”: Wolfgang Haas, welcher die Jugendlichen mit einigen Nussgipfeln versorgte, kippte plötzlich um und blieb regungslos liegen. Die Jugendlichen reagierten sofort, begannen mit den erlernten Erste-Hilfe-Maßnahmen und setzten diese auch sehr gut um. Noch bevor die Rettung wirklich alarmiert wurde, konnte auch dieser Übungseinsatz aufgelöst werde.

Ab 23:30 Uhr hieß es dann Nachtruhe: die Jugendlichen samt Betreuer zogen sich ins Nachtlager zurück und hofften auf eine ruhige Nacht. Doch bereits etwa eine halbe Stunde später schlugen die Pager wieder Alarm: Ein PKW geriet auf der rutschigen Fahrbahn von der Straße ab und blieb in einer Böschung hängen. Dabei wurde ein Fußgänger angefahren und unter dem Fahrzeug eingeklemmt. Nachdem das Fahrzeug gesichert war, wurde die verletzte Person mittels Hebekissen innert kürzester Zeit gerettet. Anschließend musste das Auto mit dem Greifzug wieder auf die Straße gezogen werden.

Um etwa 01:00 Uhr, sichtlich gekennzeichnet vom anstrengenden Einsatz, verzogen sich die Jugendlichen wieder ins Bett. Doch bereits um 04:15 Uhr wurde die Jugend zu einem Brand im Steinbruch der Firma Keckeis (Röfix-Betriebsgelände) alarmiert. Aus unbekannter Ursache geriet ein Holzstapel in Brand, dessen Feuerschein schon von weitem sichtbar war. Kurioserweise musste der Einsatzleiter beim Eintreffen feststellen, dass neben der Brandstelle ein Holzarbeiter lag, der sich mit der Motorsäge an der Hand schwer verletzt hatte. Neben der Betreuung des Verletzten war natürlich auch die Brandbekämpfung Aufgabe der Löschgruppe.

Noch während der Aufrüstarbeiten im Feuerwehr-Gerätehaus löste um etwa 05:45 Uhr erneut die Brandmeldeanlage bei der Firma Weiler-Möbel aus. Glücklicherweise kam unmittelbar vor der Ausfahrt der Tanklöschgruppe die Entwarnung, da es sich um einen Täuschungsalarm handelte. Somit konnten die Jugendlichen nochmals ins Bett.

Um 07:00 Uhr hieß es dann Tagwache! Nach einer Runde Frühsport gab es ein gemeinsames Frühstück im Mannschaftsraum. Anschließend erfolgte eine Schulung über die neue Wärmebildkamera und diversen anderen Geräten. 

Nachdem ein PKW samt Anhänger, welcher mit einem Fass \”Benzin\” beladen war, einen Unfall verursachte, wurde die Feuerwehr angefordert, weil aus dem Fass Flüssigkeit austrat. Die Jugendlichen erkundeten die Lage und leiteten die erforderlichen Maßnahmen (Brandschutz und Leckabdichtung) ein. Bei dieser Übung machte sich Bürgermeister DI Norbert Mähr persönlich ein Bild von der Arbeit der Jugendlichen und lobte deren Einsatz.

Während die Jugendlichen die Nachbesprechung dieser Übung durchführten, verirrte sich im Bereich Ganta eine Person. Die anrückende Feuerwehr begann mit der Einteilung von Suchmannschaften und startete eine Suchaktion. Kurze Zeit später fand ein Suchtrupp eine \”verletzte\” Person und rettete sie gemeinsam mit den anderen Trupps.

Da ein solcher Vormittag natürlich an den Kräften zehrte, war ein deftiges Mittagessen genau das Richtige.

Um 13:00 Uhr begann die öffentliche Abschlussübung: im Bereich des Tennisplatzes kollidierte ein PKW mit einem Radlader. Dabei überfuhr der Radlader eine Person und klemmte diese unter der Schaufel ein. Der PKW geriet aufgrund des Aufpralls in Brand. 

Zahlreiche Besucher, darunter Eltern und Verwandte der Jugendlichen und einige Wehrkameraden der Aktivmannschaft, konnten sich ein Bild vom Erlernten machen. Die Zuschauer staunten nicht schlecht, mit welcher Professionalität die Jugendlichen die verletzte Person befreiten und den brennenden PKW löschten. Vize-Bürgermeister Burkhard Nesensohn, welcher die Abschluss-Übung hautnah miterlebte, war voll des Dankes für das Geleistete, wie sich die die Feuerwehr-Jugend präsentierte und gab der Hoffnung Ausdruck, dass sie das Erlernte in Bälde in der Aktivmannschaft umsetzen können. Gleichzeitig dankte er allen Jugendbetreuern und den unterstützenden Mitgliedern für ihre Tätigkeit für das Röthner Feuerwehrwesen und somit auch der Röthner Bevölkerung. 

Im Anschluss gab es von den Jugendbetreuern noch ein großes Lob an die Jugendlichen, die sich während der ganzen Aktion trotz Eiseskälte sehr diszipliniert und konzentriert verhielten.

Ziel dieses \”24h-Action-Day\” war es, den Jugendlichen Schulungen und Einsätze zu bieten, in welchen sie das Erlernte umsetzen bzw. neue Techniken üben konnten. Natürlich gehörten richtige \”Action´s\” aber auch Disziplin (es wurde beispielsweise ein Handyverbot erteilt), Zusammenhalt und auch das Gesellschaftliche dazu!

Eine solche Aktion ist ohne intensive Vorbereitung nicht möglich. Da die Sicherheit bei einem solchen Event an erster Stelle steht, waren während der kompletten Veranstaltung neben den Jugendbetreuern zusätzlich immer 3-4 Aktivkameraden dabei, um die Jugendlichen zu unterstützen und ihnen Tipps für den sicheren und effektiven Umgang mit den jeweiligen Situationen zu geben.

Ein großes Dankeschön gilt daher allen Personen, die diese \”24-Stunden-Übung\” unterstützt  und allen Unternehmen, die ihre Betriebsstätten zur Verfügung gestellt haben. 

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