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134 Rohre für den Zanzenbergstollen

Insgesamt werden 134 je 18 Tonnen schwere Rohre in den Stollen eingebaut.
Insgesamt werden 134 je 18 Tonnen schwere Rohre in den Stollen eingebaut. ©Josef Hagen
Für Entlastung kommt moderne Tunnelbautechnik zum Einsatz.

Dornbirn Die wohl spektakulärste Baustelle der Stadt wurde vor wenigen Wochen in Angriff genommen. Inzwischen wurden die ersten Rohre verlegt, bis in einem halben Jahr soll die rund 470 Meter lange Röhre vom Fuß des Zanzenberges bis zum Steinebach fertig sein.

„Der Zanzenbergstollen ist bezüglich seines Durchmessers und seiner Länge sowie des zu erwartenden Untergrunds ein sehr ambitioniertes Unternehmen“, weiß Hermann Wirth, Leiter der Tiefbauabteilung der Stadt Dornbirn. Zum Einsatz kommt modernste Technik, das sogenannte Microtunneling-Verfahren. Für Fachleute die anspruchsvollste und auch raffinierteste Bohrtechnik. Der Antrieb befindet sich im Rohr an der Spitze des Bohrlochs. Der Bohrkopf zermahlt das Material und bewegt sich langsam durch das Erdreich oder den Fels. Die Vortriebsrohre werden unter ständigem Nachpressen des Rohrstranges von der Startgrube aus zur Zielgrube im Steinebach vorangetrieben, das Aushubmaterial wird ausgespült und dann abtransportiert.

18-Tonnen-Rohre

In den Stollen eingebaut werden vorgefertigte, 3,5 Meter lange Stahlbetonrohre mit einem Innendurchmesser von 1,90 Meter und einer Wandstärke von 30 Zentimetern. Jedes Rohr wiegt rund 18 Tonnen und wird mittels Mobilkran zum Stolleneingang befördert. Insgesamt werden 134 Rohre mit einem Gesamtgewicht von 2412 Tonnen verlegt. Sie werden entsprechend dem Fortschritt der Vortriebsmaschine durch hydraulische Pressen in den Schacht geschoben. Aufgrund der großen Länge und des gewaltigen Gewichtes ist der Einsatz von drei Zwischen­pressstationen geplant.

Auf den Zentimeter genau

Das gesamte Bohrverfahren erfolgt unbemannt, die Maschine wird von der Oberfläche aus ferngesteuert. Moderne Messverfahren garantieren, dass der geplante Stolleneingang im Steinebach auf den Zentimeter genau erreicht wird. Nach der Fertigstellung des Zanzenbergstollens wird eine Leitung in offener Bauweise vom Tunnelausgang bis zur Dornbirner Ache gebaut. Bei ­Hochwassergefahr können dann pro Sekunde 20 Kubikmeter Wasser durch den Stollen vom Steinebach in die Dornbirner Ache abgeleitet werden. Damit sollen Überflutungen im Bereich des Steine- und letztlich des Fischbachs verhindert werden.

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