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12 Rennen in 23 Tagen: René Rast fährt in DTM und Formel E

René Rast (33) sucht die ultimative Rennherausforderung und will zeitgleich in der DTM und in der Formel E fahren: Das heißt zwölf Rennen in 23 Tagen.
René Rast (33) sucht die ultimative Rennherausforderung und will zeitgleich in der DTM und in der Formel E fahren: Das heißt zwölf Rennen in 23 Tagen. ©APA
Rennfahrer René Rast (33) hat viel vor: Der DTM-Fahrer will jetzt auch in der Formel E durchstarten und fährt ab August Rennen für Audi – zeitgleich will er aber auch die DTM-Saison bestreiten.
DTM-Pilot René Rast

Der zweimaliger DTM-Champion René Rast startet am 5. August in die Formel E für Audi. Der 33-Jährige ersetzt dabei Daniel Abt (27). Parallel fährt er weiterhin in der DTM seinen Audi für das "Team Rosberg".

Im August erwartet ihn damit ein echter Motorsport-Marathon, Angst vor der Doppelbelastung hat er aber wohl keine. Insgesamt zwölf Rennen wird er in 23 Tagen in zwei völlig gegensätzlichen Autos bestreiten.

In der DTM konnte René Rast (33) schon große Erfolge feiern: Für das "Team Rosberg" holte er schon viele Siege und zweimal sogar die Meisterschaft.
(Quelle: APA/dpa)

DTM vs. Formel E: Unterschiede wie Tag und Nacht

René Rast will die doppelte Herausforderung wagen: Dabei muss er ganz unterschiedliche Fahrzeuge steuern.
(Quelle: APA)

Die Unterschiede zwischen DTM und Formel E erklärt der 33-jährige Rennfahrer so: "Es gibt so viele Unterschiede: Zum einen natürlich, wenn man im DTM-Auto sitzt, den Motor anschmeißt, dann ist es brutal laut, [...] dann setzt man sich ins Formel E-Auto rein und wenn man losfahren will, ist es komplett leise. [...] Man hört nur noch die Windgeräusche beim Fahren, man hört gar nicht mehr die Reifen, man hört eigentlich gar nichts mehr außer Wind." Es gebe grundsätzlich "nur wenig akustische Signale": "Beim Bremsen vermiss ich schon so ein bisschen den Motor."

Auch das Fahrverhalten ist gänzlich verschieden: "Zwei komplett unterschiedliche Konzepte: Ein DTM-Auto mit sehr viel Leistung, 600 PS, mit sehr viel Abtrieb, also man kann sehr, sehr spät bremsen, sehr schnell durch die Kurven fahren, man ist sehr schnell auf der Geraden. Und dann das Formel E-Auto, was natürlich weniger Leistung hat, auch weniger Aerodynamik und natürlich auch weniger Gewicht. [...] Das DTM-Auto ist mit Sicherheit schon zehn Sekunden schneller, schätz ich mal."

Auch das Rennformat ist ein anderes: "DTM-Auto im Rennen: Man versucht wirklich jede Runde maximal spät zu bremsen, maximal früh auf dem Gas zu sein, da kümmert man sich nicht wirklich drum, wie viel Benzin man mal gerade verbrennt. In der Formel E hat man 'ne vorgeschriebene Zeit, aber man hat nur 'ne 100 Prozent-Akku und man muss über diese Zeit am weitesten kommen mit dem Akku, den man zur Verfügung hat. Also komplett unterschiedliches Fahren: Man muss mit dem Formel E Auto halt mit seiner Energie managen, man kann halt nicht 45 Minuten Vollgas geben, weil dann wär' der Akku wahrscheinlich [...] nach 20 Minuten leer."

In den letzten Jahren fuhr Rast in der DTM den Audi RS5 DTM.
(Quelle: APA)
(Quelle: APA)

Formel E-Erfahrung

Es ist nicht das erste Mal in der Formel E für Rast: Der 33-Jährige hat schon Erfahrung. 2016 sprang er für António Félix da Costa (28) ein, der wegen seines parallelen DTM-Engagements mit BMW verhindert war, und ging beim Berlin ePrix in der Berliner Innenstadt fürs Team Aguri an den Start, wo es leider nur für Platz 23 reichte.

(VOL.AT)

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