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1100 Zuschauer im Ortsduell: Rote Karte, Elfer verschossen und zwei Tore für die Gäste

©huschi

Zumindest im Amateurfußball bleibt der älteste Fußballklub Vorarlbergs, der FC Lustenau im reinen Ortsduell die Nummer eins. So richtig Erwärmendes brachte das Aufeinandertreffen von Austria Lustenau Amateure und dem FCL nur die zweite Hälfte. Auf Simon Lukas Grabherr ist Verlass. Schon mit seinen 21 Treffern in der letzten Saison in der Vorarlbergliga hatte der Linksfüßer einen großen Anteil am Aufstieg in die Viertklassigkeit. Der 27-jährige FCL-Torjäger war im brisanten Lustenauer Derby auch der Matchwinner. Mit seinem neunten Saisontor sorgte er unter den 500 FCL-Anhänger für die Führung der Gäste. Grabherr hat mehr als fünfzig Prozent aller bisherigen Tore des Ex-Profiklub geschossen. In der Nachspielzeit gelang Linus Hämmerle den 2:0-Endstand (92.). Der Derbysieg der FCL-Mannen bringt vorübergehend das Vorrücken auf den sechsten Tabellenplatz. So weit vorne waren die Schützlinge von Trainer Philipp Hagspiel in der laufenden Saison noch nie. Ohne Moritz Beck, Alin Mutu und den bereits zurückgereisten Brasilianern Yure Almeida und Marcelo de Souza war der prestigeträchtige Erfolg am Ende trotz einer zwanzigminütigen Überzahl das Wichtigste. Grabherr (4./23./78.) und Rottmann (5.) vergaben weitere Hochkaräter. Siebente Niederlage in Serie für die Austria Lustenau Amateure. Allerdings leistete sich die zweite Garnitur der Austria den Luxus durch Mehmet Ali Akbulut einen Foulelfmeter zu vergeben. Sein scharfer Flachschuss ging knapp am Tor vorbei. Mit Goalie Simon Nesler-Täubl, David Schelling, Leo Schachner, Julian Gunz und Laurin Hagen standen gleich fünf 18-jährige Kicker in der Startaufstellung der Grün-Weißen. Das Fehlen von Spielmacher Enes Koc, Hüdaverdi Mutlu, Rafael Devisate und Henry Miyamoto machte sich doch bemerkbar. Mert Tas (17.), Benjamin Thurnher (35.), Paul Fink (51.) und Mehmet  Akbulut (67./Freistoß/79.) konnten die Chancen der Austria II nicht verwerten.   

Diese Derbyniederlage tut verdammt weh. Elfer vergeben und eine Vielzahl an Chancen ausgelassen. In Unterzahl das bessere Team, hätten uns zumindest ein Zähler redlich verdient. Das ist eine bittere Pille – Mohamed Gerdi Austria Lustenau Amateure Coach

SC Austria Lustenau Amateure – FC Lustenau 1907 0:2 (0:1)

Lustenau, Reichshofstadion, 1070 Zuschauer, SR Matthias Gächter

Torfolge: 28. 0:1 Grabherr, 90./+3 0:2 Hämmerle

Rote Karte: 71. Leo Schachner (Austria Lustenau Amateure/Torraub)

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