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10 Jahre Jahrhunderthochwasser 2005: "Investitionen in Sicherheit unerlässlich"

©VLK
Ludesch. Im Blumeneggsaal in Ludesch wurde am Dienstag in einer Informationsveranstaltung zum Jahrhunderthochwasser 2005 an die Ereignisse von damals erinnert und über die Hochwasserschutzstrategie des Landes informiert.

Landtagspräsident Harald Sonderegger unterstrich die Bedeutung der gut entwickelten regionalen Sicherheitsstrukturen im Land, um Katastrophen bestmöglich vorbereitet zu begegnen.

Das Hochwasser am 22./23. August 2005 hat in Vorarlberg die zerstörerische Seite des Wassers gezeigt – das Unglück forderte zwei Menschenleben und verursachte einen Gesamtschaden von rund 180 Millionen Euro. Die Bürgermeister Dieter Lauermann (Ludesch), Florian Kasseroler (Nenzing) und Ludwig Muxel (Lech) schilderten bei der Informationsveranstaltung ihre Erfahrungen in dieser schwierigen Zeit. Besonderer Dank gebühre den Einsatzkräften und den vielen freiwilligen Helfern, die mit gebündelten Kräften rasch und professionell handelten.

300 Mio. Euro für den Hochwasserschutz

Nach der Katastrophe habe Vorarlberg seine Anstrengungen im Hochwasserschutz noch einmal deutlich verstärkt: Seit 2005 bis inklusive des laufenden Jahres wurden rund 300 Millionen Euro verbaut, wie Sonderegger ausführte: “Auch wenn es den absoluten Hochwasserschutz nicht gibt, hat sich im August 2005 gezeigt, wie unverzichtbar und zuverlässig unsere mit hohem finanziellem Aufwand aufgebauten und gut entwickelten regionalen Sicherheitsstrukturen sind.”

Man setze weiterhin alles daran, um auf solche Ereignisse bestmöglich vorbereitet zu sein.” Für Hochwasserschutzprojekte an der Ill, im Bereich Feldkirch, Göfis, Frastanz, Nenzing, Bludesch, Lorüns, Vandans und Schruns wurden in den letzten Jahren über 32 Mio. Euro aufgebracht.

“Blauzone ausdehnen”

Als wichtiges und vordringliches Zukunftsprojekt für den Walgau nannte LTP Sonderegger den hochwassersicheren Ausbau der Ill im Abschnitt zwischen Frastanz und Nenzing. Außerdem erinnerte er an die Einrichtung der bundesweit ersten Blauzone Rheintal, mit der Vorarlberg einen Meilenstein gesetzt habe. (“Vorarlberg richtet “Blauzone Rheintal” für Hochwasserschutz ein”)

In Zukunft gelte es, die Blauzonen-Idee auch in den Walgau und andere Seitentäler auszudehnen. Sonderegger appellierte an alle Gemeindeverantwortlichen, bei der Flächenwidmung und beim Katastrophenschutz aufmerksam zu bleiben: “Die Gefahrenzonenpläne können hier eine ganz entscheidende Hilfestellung bieten.”

Investitionen in die Sicherheit seien unverzichtbar und machen sich im Ernstfall mehr als nur bezahlt. “Sicherheit und Lebensqualität gehen Hand in Hand und die Anforderungen steigen stetig. Auch in den nächsten fünf Jahren stehen wichtige Projekte im gesamten Landesgebiet mit einer Gesamtsumme von rund 200 Millionen Euro an”, so Sonderegger. (red/VLK)

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