1. Einkaufssamstag: Vorarlbergs Kaufleute optimistisch gestimmt

1. Einkaufssamstag: Sinkende Temperaturen erfreuen den Handel.
1. Einkaufssamstag: Sinkende Temperaturen erfreuen den Handel. ©APA (Themenbild)
Schwarzach - Von Bregenz bis Bludenz: Verhältnismäßig niedrige Temperaturen haben dem Vorarlberger Einzelhandel am 1. Einkaufssamstag eine sehr gute Frequenz und beinahe schon winterlich gestimmte Kunden beschert. Die Umsätze dürften großteils zumindest auf Vorjahresniveau zusteuern.

“Der Vormittag war impulsiv, auch die Herren kamen, die bisher ja sehr zurückhaltend waren”, schildert Fritz Schenk den Kundenstrom in seinem Bekleidungsgeschäft in Bludenz. Dies deckt sich mit dem Verlauf in seinem Hauptgeschäft in der Dornbirner Innenstadt. “Gegenüber dem sehr bescheidenen November mit bis zu 20 Grad haben wir jetzt endlich eine deutliche Frequenzsteigerung. Weihnachten ist in den Köpfen der Leute. Der erste Samstag war bei uns sogar besser als der im Vorjahr.” Auch bei seinen Kollegen im Dornbirner Zentrum habe sich die Stimmung klar aufgehellt. Die Konsumenten griffen im Hinblick auf den 24. Dezember auffallend oft zu Sportartikeln und Schmuck.

“Sobald die ersten Lichtlein brennen, steigt die Kaufstimmung”

Von einem Rekord sei man diesen Samstag jedoch weit entfernt gewesen, so die Händler übereinstimmend. So oder so, der “Kälteeinbruch” – die Quecksilbersäule blieb unter der Nebeldecke bei 3 bis 5 Grad hängen – hat sich positiv ausgewirkt. Fritz Schenk: “Die Leute kommen ins Geschäft und freuen sich, dass sie sich aufwärmen können. Das Wetter draußen verlängert die Verweildauer.” Diese Einschätzung teilte auch Manfred Böhmwalder von der Wirtschaftsgemeinschaft Götzis. “Es ist frisch draußen, und sobald die ersten Lichtlein brennen, steigt die Kaufstimmung bei den Menschen.” Für die Ladenbesitzer in der aufkeimenden Marktgemeinde rechnet Böhnwalder mit einem spürbaren Umsatzzuwachs gegenüber 2013.

Weg von der Massenware, hin zum individuellen Geschenk

Der bemerkbare Trend: “Die Leute suchen das individuelle Geschenk, gehen weg von der Massenware. Da profitiert Götzis nicht nur von seiner zentralen Lage im Rheintal, sondern auch von den vielen inhabergeführten Geschäften, der deutlichen Erweiterung des Ladenzentrums “Am Garnmarkt” in diesem Jahr. Allein diese Woche hatten wir drei Eröffnungen. Zusammen mit dem Weihnachtsmarkt an diesem Wochenende hat das zu einer großen Frequenzsteigerung geführt.”

Schweizer beleben Vorarlberger Weihnachtsgeschäft

“Ein erfreulicher Beginn des Weihnachtsgeschäftes”, fasst Clemens Sagmeister, Obmann der Bregenzer Kaufleute, den ersten Einkommenssamstag zusammen, “ich würde sagen: auf Vorjahresniveau, das ist ja nicht schlecht.” Zahlreiche Schweizer Ausflügler und Urlauber hätten die Innenstadt belebt, die Fußgängerzone war gut besucht. Und mit dem Wetter sei das so eine Sache: Kälter als die letzten Wochen, aber “die Leute friert es noch nicht richtig”. Der wahre Winterkick fehlt noch. Abzulesen sie dies in seinem Bekleidungssortiment daran, “dass Pullis, Kleinteile – also typische Geschenkartikel – gehen, aber noch keine sportlichen Jacken.”

Wintersortiment bleibt noch in den Regalen

Kurt Reutterer unterstreicht diese Wetterthese. Er ist Schuhhändler aus Bludenz mit mehreren Filialen in Vorarlberg. Fürs Wintersortiment und damit entsprechende Umsätze fehlt noch die erste Schneeflocke: “Der Samstag war bescheiden.” Gegenüber dem Vergleichstag 2013 (mit Schneefall, Anm.) dürften rund zehn Prozent in der Kasse fehlen. Das betreffe auch seine Geschäfte in Einkaufszentren, die zumindest über Besucherfrequenz nicht klagen konnten. Walter Simma vom Zimba-Park in Bürs: “Die Stimmung bei Kunden und Händlern war gut. Auffallend, schon die letzten Tage, war die starke Nachfrage nach Elektroartikeln und Dekomaterial.” “Die prognostizierten Trends bestätigten sich am ersten Wochenende”, berichtete auch Messepark-Geschäftsführer Burkhard Dünser: “Bücher und Tablets sind sehr gefragt, aber auch Sportartikel und Unterhaltungselektronik haben sich sehr gut verkauft. Obwohl der Schnee noch auf sich warten lässt, sind Ski- und Tourenausrüstungen bereits hoch im Kurs. Im Geschenkebereich sind traditionsgemäß Kosmetik, Parfüms, Uhren und Schmuck sowie Spielwaren sehr beliebt.” (APA/red)

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