Welle der Hilfsbereitschaft für den schwerkranken Emilian aus Nüziders

Von Markus Sturn (VOL.AT)
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Der kleine Emilian und seine Mutter Melanie Der kleine Emilian und seine Mutter Melanie - © privat/Daniel Bereuter
Nüziders – Heuer im Frühjahr erkrankte der zweijährige Emilian Bereuter an einer Hirnhautentzündung. Seither befindet er sich in einer Reha-Einrichtung. Viele Menschen nehmen Anteil am Schicksal des Kindes, spenden Geld um die größte Not zu lindern. VOL.AT sprach mit Vater Daniel. 

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Die Wohnung von Familie Bereuter in Nüziders ist durchaus bescheiden. Sie befindet sich im oberen Stockwerk eines Hauses, das der Großmutter von Melanie Bereuter gehört. Im kleinen Wohnzimmer hängen Fotografien der Kinder Emilian und Solea, auf der Couch liegen Kissen, auf denen ihre Lieblingscomicfiguren abgebildet sind. Hier setzt sich Vater Daniel Bereuter, um über seinen Sohn zu sprechen. Der kleine Emilian ist im Mai an einer Hirnhautentzündung erkrankt. Seither ist das Kind ein Pflegefall.

Mit Schicksal abgefunden

Wenn Daniel Bereuter über Emilian spricht, merkt man bei jedem Wort, wie schwer es ihm fällt. Der 30-Jährige redet sehr leise, wirkt beinahe schüchtern. Die erste Zeit sei sehr schwer gewesen, berichtet der Mann: „Meine Frau und ich waren viel am Weinen, und haben uns natürlich gefragt, warum ausgerechnet wir dieses Schicksal annehmen müssen.“ Mittlerweile hätten sie aber gelernt, mit der Krankheit ihres Kindes umzugehen.

Wöchentliches Pendeln

Eine leichte Aufgabe ist das freilich nicht. Seit dem 23. Juli ist Emilian in einer Reha-Einrichtung in Gailingen untergebracht. Der Kleine ist auf ständige Fürsorge angewiesen. Deswegen hat sich Mama Melanie eine Wohnung in Deutschland genommen, um immer bei ihm sein zu können. Mit dabei ist auch Tochter Solea, die erst im Juli das Licht der Welt erblickte. Papa Daniel arbeitet von Donnerstag bis Sonntag als Sous-Chef in der Reha-Klinik Montafon. Jeden Sonntagabend tritt er die gut zweistündige Autofahrt zu seinen Kindern an. Wenn er nicht da sein kann, wird er oft von Melanies Schwestern vertreten, erzählt Bereuter.

Zustand leicht verbessert

Der Zustand von Emilian hat sich in den letzten Wochen zwar ein wenig verbessert. Die Heilungschancen sind aber nur sehr schwer abzuschätzen. Die Ärzte lassen sich nicht auf Prognosen ein, aus Angst, sie später enttäuschen zu müssen. „Geduld und Zeit“ seien notwendig, so ihr Rat an die Eltern. Kleinere Erfolge sind durchaus schon erkennbar: Laut Vater Daniel wirkt Emilian jetzt wacher als zuvor, und kann zumindest auf der linken Seite schon seine Finger ein wenig bewegen. Die rechte Körperhälfte ist nach wie vor spastisch.

Große Anteilnahme im Land

Regelrecht gerührt ist Daniel Bereuter, wenn er über die große Unterstützung spricht, die seiner Familie derzeit zuteil wird. Nicht nur sein Arbeitgeber, die Reha-Klinik Montafon, unterstützt die Familie nach Kräften. Auch die Organisation „Stimme des Herzens“ und die Band „Krauthobel“ haben Spendenaufrufe für den kleinen Emilian gestartet. „Wir hätten niemals gedacht, dass so viel Anteilnahme aus dem Land kommt“, so Bereuter, „und wir sind jedem dankbar, der bis jetzt etwas gespendet hat.“

Genügend zusammengekommen ist aber noch längst nicht. Denn neben den Kosten für die Mietwohnung in Gailingen muss Familie Bereuter demnächst auch in ein behindertengerechtes Haus investieren – und zwar sobald es Emilians Gesundheitszustand zulässt.

Wenn auch Sie den kleinen Emilian und seine Familie unterstützen möchten, nutzen Sie bitte untenstehende Kontaktdaten.

Kontakt:
Daniel und Melanie Bereuter aus Nüziders
T +43 676 9339996
E hilft_emilianbereuter@gmx.at

Ma hilft - Eine Initiative der VN:
Bank Austria
Konto 00847547700
BLZ 12.000

Spenden:
Konto 00301125571
BLZ 20607 Sparkasse Bludenz
IBAN AT42 2060 7003 0112 5571
BIC SSBLAT21XXX

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