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VOL.AT-Umfrage zur Wehrpflicht: Mehrheit ist für eine Beibehaltung

Wo geht die Reise hin? Verteidigungsminister Norbert Darabos steht im Kreuzfeuer der Kritik. Wo geht die Reise hin? Verteidigungsminister Norbert Darabos steht im Kreuzfeuer der Kritik. - © APA, Peter Lechner/BUNDESHEER
Schwarzach. – Das Thema Wehrpflicht polarisiert. Soll man sie abschaffen oder das bisherige System beibehalten? Im Jänner 2013 soll das Volk abstimmen. In einer VOL.AT-Umfrage stimmten jetzt 57,3 Prozent der Leser für die Beibehaltung der Wehrpflicht.

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1280 Personen haben sich an einer VOL.AT-Umfrage auf Facebook beteiligt. Das Ergebnis ist eindeutig ausgefallen. 57,3 Prozent stimmten für eine Beibehaltung der Wehrpflicht, 37,4 Prozent hingegen präferieren ein Berufsheer. Nur 5,3 Prozent interessiert die Debatte gar nicht.

Ernst Konzett: “Vor- und Nachteile aufzeigen”

Im Jänner 2013 soll das österreichische Volk befragt werden. Für Ernst Konzett vom Militärkommando Vorarlberg ist es wichtig, bis zur Volksbefragung möglichst sachlich zu informieren, wie er gegenüber der APA sagt: “Es geht darum, die Vor- und Nachteile beider Systeme aufzuzeigen.” Es sei zudem wichtig, die “richtigen Fragen” zu stellen”. Offen zeigte auch er sich für beide Varianten: “Man darf nie Angst vor der Meinung des Volkes haben.”

Spindelegger für die Wehrpflicht

Vergangenen Montag verständigte sich Vizekanzler Michael Spindelegger mit Bundeskanzler Werner Faymann auf eine Volksbefragung zum Thema Wehrpflicht im Jänner 2013. Ein allfällig notwendiger Gesetzesbeschluss nach der Befragung werde noch vor der Nationalratswahl im Herbst 2013 gefasst werden, so Spindelegger, der weiterhin klar für die Wehrpflicht eintritt. 

LR Schwärzler: “Keine besseren Alternativen”

Naturgemäß eine klare Position in der Wehrpflichtfrage hat auch der Vorarlberger Sicherheitslandesrat Erich Schwärzler: “Gerade aufgrund der Wetterkapriolen in der letzten Zeit darf auch in Zukunft bei der Sicherheit nicht eingespart werden. Deshalb gibt es keinen Grund, das bisherige System in Frage zu stellen, solange keine besseren Alternativen für die Sicherheit vorliegen”, so Schwärzler.

Wehrpflichtdebatte polarisiert

Eines ist klar: Das Thema polarisiert und spaltet die Lager. Das ist auch in den zahlreichen Forumsbeiträgen der User auf VOL.AT zu erkennen.

Ich bin nicht prinzipiell gegen einen Präsenzdienst, sehe aber sehr viel Änderungsbedarf”, schreibt Urmonti1 und erklärt: “Mein Neffe führt zur Zeit zu Hause ganz allein die Landwirtschaft, seine Mutter ist noch für längere Zeit im Krankenhaus und er soll trotzdem mit 1. Oktober einrücken. Bei Vollerwerbsbauern wird hier eine Ausnahme gemacht, nicht aber bei Nebenerwerbsbauern. Wo soll er mit den Kühen hin? Vielleicht mitnehmen?”, fragt Urmonti1 und stellt klar: “Ich stimme dagegen.”

Bedenken hat User “T-One”: “Wer denkt an den Zivildienst? Ohne Zivildiener werden sich etliche Sozialeinrichtungen sehr sehr schwer tun.”

Für Leser “fehlfarben” ist eine Volksbefragung hingegen totaler Unsinn: “Es ist nicht die Aufgabe des ‘Wahlvolkes’ über die Notwendigkeit eines Heeres abzustimmen. Das ist alleine die Aufgabe der Regierung. Dazu ist die Bedeutung des Heeres zu umfangreich und an viele Verträge gebunden. “fehlfarben” fordert auch ein Umdenken bei der Ausbildung der Präsenzdiener: “Die Ausbildung sollte mehr in Richtung Technik, Sozialdienst und körperliche Ertüchtigung gehen und weniger ins Exerzieren und anderen Unsinn.”

 Kritisch sieht auch User “moonshine1″ die geplante Volksbefragung: “Was nützt eine Volksbefragung, wenn keine Fakten auf den Tisch gelegt werden? Das Volk benötigt Informationen, bevor eine Abstimmung stattfinden kann.”

 Klar ist auch die Meinung von “mvb01″: “Wir brauchen kein Heer. Lieber Geld in den Katastrophenschutz investieren, von denen der einzelne Bürger etwas davon hat. Diese Militärübungen verschlingen nur Geld …” (VOL.AT)

Wehrpflicht oder Berufsheer – Ihre Meinung?

Interview mit Ernst Konzett (2010)  

Dieses Video steht leider nicht mehr zur Verfügung- weitere Videos finden Sie auf www.vol.at/video


Angelobung in Lustenau (2011)




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Bundesheer “on the road” (2011)





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Einsatzflug im Bundesheer-Helikopter (2012)

 




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