"Titanic"-Chefredakteur verteidigt geplanten Islam-Titel

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Satiremagazin will auf aktuelle Debatte über Mohammed-Film reagieren. Satiremagazin will auf aktuelle Debatte über Mohammed-Film reagieren. - © Titanic/EPA
Der Chefredakteur des deutschen Satiremagazins "Titanic", Leo Fischer, hat einen geplanten Islam-Titel verteidigt. "Jetzt ist Mohammed in aller Munde, darauf reagieren wir", sagte Fischer am Donnerstag im Interview mit "Spiegel online".

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Der geplante Titel soll laut Medienberichten in einer Fotomontage die frühere First Lady Bettina Wulff in den Armen eines Kriegers mit Turban und Dolch zeigen. Die Schlagzeile dazu soll demnach lauten: "Der Westen in Aufruhr: Bettina Wulff dreht Mohammed-Film".

Titelbild noch unklar

"Billige Schmähfilme" wie "Die Unschuld der Muslime" heizten weltweit die Stimmung an, sagte Fischer "Spiegel online". "Es könnte sein, dass in diesem Fahrwasser auch Bettina Wulff anfängt, sich mit billiger Islamkritik zu profilieren." Auf die Frage, ob auf dem Titelbild Mohammed zu sehen sei, sagte der "Titanic"-Chefredakteur: "Das weiß ich nicht genau. Das ist eine Filmszene."

Charlie Hebdo sorgt wieder für Aufregung

Die französische Satire-Zeitung "Charlie Hebdo" hatte am Mittwoch für Aufregung gesorgt, weil sie eine Reihe von Mohammed-Karikaturen veröffentlicht hatte. Aus Angst vor gewaltsamen Protesten ordnete die französische Regierung daraufhin verstärkte Sicherheitsvorkehrungen für französische Einrichtungen an. Botschaften, Konsulate, französische Schulen und Kulturzentren in rund 20 muslimischen Ländern werden am Freitag ganz geschlossen.

Film war Auslöser für Ausschreitungen

"Titanic"-Chefredakteur Fischer nannte die Karikaturen in der französischen Satire-Zeitung "relativ einfach gestrickt". "Angesichts der Proteste in der muslimischen Welt, bei denen es sogar Tote gab, sind die Veröffentlichungen allerdings eine relativ harmlose und friedliche Reaktion", fügte er hinzu. Die Leute von "Charlie Hebdo" hätten niemanden getötet. Auslöser der gewaltsamen Ausschreitungen in zahlreichen muslimischen Ländern war das anti-islamische Video "Die Unschuld der Muslime".

(APA)

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