Akt.:

Tiroler Heimkinder arbeiteten auch für Darbo

Nach dem Bekanntwerden von Kinderarbeit in der Tiroler Landeserziehungsanstalt St. Martin in Schwaz für den Kristallhersteller Swarovski sind nun weitere heimische Unternehmen mit derartigen Vorwürfen konfrontiert. Auch der Marmeladenhersteller Darbo und der Leuchtenhersteller EGLO sollen in den 1960er und 1970er Jahren auf die Arbeitskraft von 15- bis 18-Jährigen zurückgegriffen haben.

 (2 Kommentare)

Korrektur melden


Sowohl Darbo als auch EGLO haben am Donnerstag die Aufklärung der Vorwürfe gefordert. Sollte der ausbezahlte Lohn nicht weitergegeben worden sein und sich dabei jemand bereichert haben, “war das eine richtig kleine Mafia”, meinte der Gesellschafter des Leuchtenherstellers, Ludwig Obwieser, gegenüber der APA. EGLO habe in jedem Fall einen bestimmten Stückpreis bezahlt. Was mit dem Geld gemacht worden sei, sei für das Unternehmen nicht nachvollziehbar.

Offensichtlich habe aber das Heim mitverdient. Die Kooperation mit dem Kinderheim St. Martin habe nur über wenige Wochen angedauert. “Die Zusammenarbeit war nicht fruchtbar”, begründete der EGLO-Gesellschafter. Deshalb habe man diese beendet.

“Vor etwa dreißig Jahren hatten wir kurzzeitig zwei Mitarbeiterinnen, die in St. Martin gewohnt haben”, teilte der Vorstandsvorsitzende des Marmeladenherstellers, Martin Darbo, mit. Die Jugendlichen seien damals rund 15 Jahre gewesen und gesetzlich entlohnt worden.

“Ich habe an einer Maschine gearbeitet. Dort ist Honig abgefüllt worden”, erinnerte sich eines der Heimkinder, das 1979 bis 1981 in St. Martin untergebracht war. Eine weitere betroffene, inzwischen erwachsene Frau sprach gegenüber dem “Kurier” davon, dass sie “einige Male” für Darbo gearbeitet und dabei hinter einer Lagerhalle die guten von den faulen Äpfeln getrennt habe.

Obwohl sowohl Darbo als auch EGLO für die Leistung bezahlt haben dürften, hätten die Kinder keinen Lohn erhalten.

Werbung


Kommentare 2

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

 
noch 1000 Zeichen
 

HTML-Version von diesem Artikel
Verkehr in Vorarlberg
Werbung
Jetzt meistgelesen auf VOL.AT
Werbung

Sie sind bei Facebook? Wir haben etwas Besonderes für Sie ...

Wenn Sie jetzt Ihren Facebook-Account mit %s verknüpfen, haben Sie einfachen Zugang zur beliebten Kommentar-Funktion auf %s, können Artikel einfach mit Ihren Freunden teilen - und auch selbst Fotos und Artikel auf %s hochladen.

{username}


Passwort vergessen?
{username}

Bitte max. 32 Zeichen verwenden

Ihren Benutzernamen können Sie hier ändern. Wir schlagen vor, dass Sie Ihren richtigen Namen verwenden, um an Diskussionen teilzunehmen.

Muss eine gültige E-Mail-Adresse sein

Benachrichtigungen und Newsletter (falls gewollt) werden an diese Emailadresse versendet. Ihre Privatsphäre ist uns wichtig

{username}%s antworten

OK, {username} - nun ist alles eingerichtet.

OK

Der Benutzer mit dem Sie sich einlochen wollen ist noch nicht aktiviert. Bitte klicken Sie auf den Aktivierungslink den wir Ihnen an %s gesendet haben. Aktivierungsmail erneut schicken OK

Anmelden

Facebook-Benutzer?

Sie können Ihren Facebook-Account zum Anmelden verwenden:

Mit Facebook verbinden



Passwort vergessen?
Neu registrieren

Anmelden - oder ohne Registrierung diskutieren

Als VOL.AT User anmelden:




Passwort vergessen?

Unregistrierter User:

Bei unregistrierten Benutzern wird der Kommentar erst nach einer Prüfung freigeschaltet. Beleidigende, rassistische, ausfällige oder nicht themenbezogene Kommentare werden nicht veröffentlicht. Kommentare von eingeloggten Usern werden sofort veröffentlicht.

Neu registrieren



Bitte Javascript aktivieren!