Rücktrittswelle von FC Lustenau-Funktionären

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Der Deutsche Michael Volgger ist als FC Lustenau Geschäftsführer zurückgetreten. Der Deutsche Michael Volgger ist als FC Lustenau Geschäftsführer zurückgetreten. - © VOL.AT/Philipp Steurer
Fußball-Erstligist FC Lustenau kommt nicht aus den negativen Schlagzeilen. Am Dienstag hatten Vorarlberger Medien berichtet, dass dem Club die Insolvenz drohe. Am Mittwoch wurde der Rücktritt von Geschäftsführer Michael Volgger vermeldet.

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Nach einer kurzfristig einberufenen Sitzung mit Präsident Dieter Sperger vergangenen Sonntag hat Vorstandsmitglied Michael Volgger mit sofortiger Wirkung sein Amt zurückgelegt sowie seine Geschäftsführer-Tätigkeit aufgekündigt. Seinem Beispiel folgte die Mehrzahl der Ausschuss- und Beiratsmitglieder.

"Möchte Weg nicht weiter tragen"

Die Tätigkeit als weisungsgebundener Angestellter des FC Lustenau 1907 wird Volgger noch bis Ende März im Rahmen der gesetzlichen Kündigungsfrist ausüben.

"Ich bin für mich zum Schluss gekommen, dass ich den eingeschlagenen Weg, den die Vereinsführung vorgibt, nicht weiter tragen möchte. Deshalb war für mich die einzig schlüssige Konsequenz, mit sofortiger Wirkung meinen Rücktritt zu erklären und meine Geschäftsführertätigkeit zu kündigen", erklärte Volgger in einem Audio-Beitrag gegenüber dem ORF.

Näher wollte Volgger auf die Gründe nicht eingehen. Es sei nicht die Entscheidung getroffen worden, die er sich erhofft hatte, weshalb er nun "die Notbremse" gezogen habe.

Club droht Insolvenz

Wie Vorarlberger Medien am Dienstag bereits berichteten, droht dem Erste-Liga-Club sogar die Insolvenz. Vorarlbergs ältester Fußballverein hofft jedenfalls, einen Liquiditätsengpass mit Spielerverkäufen zu überbrücken. Als Einsparungsmaßnahme wurde bereits eine Ausstiegsklausel beim Vertrag mit dem 19-jährigen Brasilianer Dudu genutzt. Präsident Dieter Sperger sprach gegenüber den “Vorarlberger Nachrichten” von einer “angespannten Situation”.

“Es hängt auch viel von den Transfer-Ergebnissen ab”, sagte der Club-Boss, für den die Finanzen an erster Stelle stehen. Rein sportlich liegt der FC als Fünfter der zweithöchsten Spielklasse bei neun Punkten Abstand auf einen Relegationsrang vor dem Frühjahresauftakt im gesicherten Tabellenmittelfeld. Mit Blick auf den Erwerb der Lizenz müsse aber gespart werden.

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