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Probleme bei Postzustellung in Vorarlberg: Eine Chronologie

Probleme bei der Postzustellung in Vorarlberg.
Probleme bei der Postzustellung in Vorarlberg.
Im Mai 2017 berichtete VOL.AT erstmals über Zustellungsprobleme der Post in Vorarlberg. In den letzten acht Monaten hat sich viel getan: das Thema wurde zur "Chef-Sache" erklärt, im Landtag diskutiert und jetzt droht dem kritischen Vorarlberger Post-Gewerkschafter Franz Mähr sogar eine Klage.  Eine Chronologie der Ereignisse im Überblick.

Im Mai 2017 klagten Anrainer der Achsiedlung in Bregenz über ausstehende Postsendungen. Auf VOL.AT-Nachfrage beschwichtigte die Post und verwies auf Personalprobleme. Diese wurden offensichtlich nicht in den Griff bekommen. Im August 2017 klagten weitere Vorarlberger über Probleme bei der Postzustellung, das Ganze weitete sich jedoch auf neue Gemeinden aus. Abermals versprach die Post Besserung, doch eine erneute Recherche im September zeigte anhaltende Mängel in der Zustellung der Post auf. Zudem wurde dem zuständigen Post-Gewerkschafter in Vorarlberg, Franz Mähr, ein Maulkorb verpasst.

Zustellungs-Probleme werden zur “Chef-Sache”

In weiterer Folge wurden die Zustellungsprobleme auf Antrag von FPÖ-LAbg. Nicole Hosp gar zum Politikum und auch im Vorarlberger Landtag diskutiert. Die anhaltende mediale Berichterstattung rief auch Post-Chef Georg Pölzl auf den Plan. Pölzl sagte in einem Interview mit den VN: “Ich möchte nicht verhehlen, dass Vorarlberg personaltechnisch das schwierigste Bundesland ist. Aber der Eindruck, der da insgesamt entsteht, steht in keiner Relation zur Realität.” Diese Worte erzürnten ÖGB-Chef Norbert Loacker, der Pölzl als Lügner bezeichnete. „Ich schlage ihn als Kandidat für die Sendung Undercover Boss vor, damit er die unzumutbaren Zustände hautnah miterleben kann.“

“Post-Soko” in Vorarlberg

Die Post-Generaldirektion reagierte auf die anhaltende Kritik und ließ via VN wissen, dass die Post einen Sonderermittler nach Vorarlberg schicken werde. Der hauseigene Erhebungsdienst wurde eingesetzt um alle Post-Prozesse in Vorarlberg zu durchleuchten. Nach ersten Erhebungen begrüßte auch der Vorarlberger Post-Gewerkschafter Franz Mähr das harte Durchgreifen der Chefs.

Gewerkschafter muss mit Klage rechnen

Mähr, der sowohl VOL.AT als auch den VN zum Interview zur Verfügung stand, muss jetzt allerdings mit einer Klage rechnen. Wie die VN in Erfahrung bringen konnten, wird sich der Postgewerkschafter beim Arbeits- und Sozialgericht verantworten müssen. Der Vorwurf: Mähr habe mehrmals öffentlich tatsachenwidrige Behauptungen kundgetan, die geeignet waren und sind, die Klägerin einerseits in ihrer Ehre zu beleidigen und andererseits den Ruf und das Ansehen der Post in der Öffentlichkeit massiv zu schädigen. Weiters heißt es laut VN-Exklusivbericht, dass Mähr sich wiederholt nicht an ein von seinem Dienstgeber verhängtes Medienkontaktverbot gehalten habe.

Die bevorstehende Klage sorgt derzeit für reichlich Wirbel und hat auch wieder ÖGB Vorarlberg-Chef Norbert Loacker und AK-Präsident Hubert Hämmerle auf den Plan gerufen. „Es ist ein Skandal, dass heutzutage noch mit solchen Methoden versucht wird, jemanden mundtot zu machen. Vor allem dann, wenn es darum geht, Missstände beseitigen zu wollen“, poltert Loacker gegenüber den VN.

Erste Ergebnisse der “Post-Soko”

Im Jänner 2019 liegen erste Ergebnisse der “Post-Soko” vor. Pressesprecher Michael Homola sagt zu den VN: „Personalengpässe und unerwartet hohe Sendungsmengen im Briefbereich haben in den letzten Wochen zu Zustellverzögerungen in Vorarlberg geführt. In den zwei Zustellbasen Bludenz und Koblach wurden Zustellprozesse nicht eingehalten und Qualitätsmechanismen haben nicht gegriffen. Ein Fehlverhalten regionaler Führungskräfte liegt vor.“ Jetzt sucht die Post 40 zusätzliche Zusteller und will die Engpässe mit einer Eingreiftruppe aus anderen Bundesländern überbrücken.

(VOL.AT)

Funktioniert die Postzustellung in ganz Vorarlberg: Schreiben Sie uns an redaktion@vol.at oder im VOL.AT-Bürgerforum melden.

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