Mopedauto nur mit "Schein"

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Mopedauto nur mit "Schein"
Bregenz - Ab Anfang September muss auch jeder Fahrer eines Mopedautos einen gültigen Führerschein besitzen.

Neben Mopeds gehören die Mopedautos mit roter Nummerntafel längst zum Alltagsverkehr. Nicht jeder Fahrer weiß allerdings, dass er ohne gültigen Mopedausweis gar nicht unterwegs sein dürfte. Auch nicht, wenn sie oder er über 24 Jahre alt ist.

Künftig Theorieprüfung nötig

Bis Anfang September 2009 durften Fahrer jenseits der 24 Jahre mit roter Nummerntafel auch ohne amtlichen Schein auf die Piste. Jetzt ändert sich das. Wer nachweisen kann, dass er bislang schon gefahren ist, kann bis Anfang September 2011 z. B. bei ÖAMTC oder einer Fahrschule einen Mopedausweis beantragen. Jeder “neue Pilot” muss eine Theorieprüfung absolvieren, um ein Moped oder ein vierrädriges Leichtkraftfahrzeug lenken zu dürfen. Wobei beim Mopedauto noch eine Zusatzpraxis verlangt wird. Die Ausbildung dafür darf man im Alter von 14 Jahren machen und mit 15 dann regulär fahren. Jedoch braucht man dazu das schriftliche Einverständnis der Eltern. Mit 16 Jahren braucht man das nicht mehr. Der Mopedführerschein kostet 219 Euro und die Zusatzausbildung für das Mopedauto noch zusätzliche 84 Euro. Der Bestand der Mopedautos nahm zuletzt ab. 2009 waren in ganz Österreich 16.242 Mopedautos zugelassen, 2010 waren es nur noch 15.875. Weil die Fahrzeuge kleiner sind als normale Pkw, sind sie risikoreicher und bieten weniger Schutz. Es besteht eine viermal so hohe Todesopferzahl als bei Pkw.

Gesundheits-Check wird angedacht

Neu eingeführt wird wahrscheinlich, dass neben der Ausbildung auch eine ärztliche Untersuchung durchgeführt werden soll. Es kam zuletzt häufig zu Verkehrsunfällen wegen Sehschwäche oder Kreislaufproblemen. Die Lenker sind meist älter. Meinrad Müller von der Landesverkehrsabteilung bricht eine Lanze für die Mopedautos, die von anderen Verkehrsteilnehmern “nicht generell als Behinderung dargestellt werden sollten, nur weil sie langsamer fahren als andere Fahrzeuge”.(VN)

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