Maya fordern Ende von Mythen um Weltuntergangs-Prophezeiung

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Forscher betonen, dass bei dem Kult über das Ende der Welt im Dezember 2012 westliche Gedanken die kosmologische Vision der Maya verzerrt hätten. Forscher betonen, dass bei dem Kult über das Ende der Welt im Dezember 2012 westliche Gedanken die kosmologische Vision der Maya verzerrt hätten. - © EPA/ Mehalcar Alvarez/ Culture Ministry Guatemala
Vertreter des Maya-Volks in Guatemala haben ein Ende der Mythen um eine angebliche Weltuntergangs-Prophezeiung im Maya-Kalender gefordert und der Regierung den Ausverkauf ihrer Kultur vorgeworfen.

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Behörden und Tourismusveranstalter würden den Mythos, dass laut Maya-Kalender der Weltuntergang am 21. Dezember bevorstehe, für Profitzwecke missbrauchen, sagte Felipe Gomez von der Maya-Allianz Oxlaljuj Ajpop.

"Wir wehren uns gegen Betrug, Lügen und Tatsachenverdrehungen", sagte er. Feiern aus Anlass der vermeintlichen Apokalypse seien respektlos gegenüber der Kultur des Volks.

Das guatemaltekische Kulturministerium plant für Dezember eine Veranstaltung in Guatemala-Stadt, zu der 90.000 Besucher erwartet werden, während Reiseveranstalter Weltuntergangs-Ausflüge anbieten. Gomez kritisierte die Veranstaltungen als Show-Events, die Mayas als "Folklore für Profit" missbrauchten.

Das angebliche Ende der Welt

Der Kult um das angebliche Ende der Welt am 21. Dezember 2012 war in mehreren Filmen und Dokumentationen propagiert worden. Er beruht darauf, dass an diesem Tag ein knapp 400 Jahre währender Zyklus des Maya-Kalenders endet. Übersehen wird dabei die Tatsache, dass damit ein neuer Zyklus beginnt. Gomez sagte jedoch, dass mit dem Beginn des neuen Zeitabschnitt "große Veränderungen auf persönlicher, familiärer und gemeinschaftlicher Ebene" bevorstünden, die zu Harmonie und Gleichgewicht zwischen der Menschheit und der Natur führten.

In Guatemala stammt mehr als die Hälfte der fast 15 Millionen Einwohner von Maya-Volksgruppen ab. Die Kultur hatte ihre Hoch-Zeit in den Jahren 250 bis 900.

(APA)

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