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Höchste Kirchturmspitze in Höchst

Das höchste Gebäude des Landes steht in Höchst. Das höchste Gebäude des Landes steht in Höchst. - © VN-Grafik
von VN/Iris Burtscher - Bregenz – Bauwerke, die am Himmel kratzen: Vorarlbergs Gebäude im Größenvergleich.

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Wie hoch ist zu hoch? Fragen zu Architektur und Gebäudehöhen spalten in Vorarlberg die Meinungen. Für das Bregenzer Bodenseeufer hat der Architekt Dietmar Eberle zwei Türme entworfen. Gesamthöhe: 36 Meter. Der Masterplan schreibt indes maximal zwölf Meter vor. Die höchsten Türme Vorarlbergs wachsen aber weiter in den Himmel hinein.

81-Meter-Kirchturm

Der höchste Turm steht in der Gemeinde Höchst. 81 Meter hoch ragt die Kirchturmspitze in die Höhe. Die neubarocke Pfarrkirche St. Johann wurde 1910 fertiggestellt. Noch höher ist nur ein von Menschenhand errichtetes “Bauwerk”: Der Lauteracher Sender, ein 116 Meter hoher Antennenmast. Das höchste gewerblich genutzte Gebäude ist jüngeren Datums: Das Panoramahaus in Dornbirn ist mit 14 Stockwerken insgesamt 49 Meter hoch. Kleiner sind da historische Türme im Ländle: Der Feldkircher Katzenturm misst 40 Meter, der Bregenzer Martinsturm ist einen Meter niedriger.

70 Hochhäuser im Rheintal

Im Allgemeinen spricht man von einem Hochhaus, wenn der Fußboden des obersten Stockwerks über 22 Meter liegt. Knapp 70 Hochhäuser gibt es im Rheintal bereits. Spitzenreiter ist dabei die Stadt Bregenz mit derzeit 24 Bauten.

Dass am Bodensee am Seequartier Nummer 25 und 26 hinzukommen, ist derzeit in Diskussion. In den vergangenen Jahren waren in Vorarlberg mehrere ambitionierte Hochhausprojekte in Überlegung: Der „Rheintal-Tower“ in Lustenau etwa, der 83 Meter in die Höhe ragen sollte. 2002 hat die Gemeinde aber einen Rückzieher gemacht. Nahe der diskutierten Wohntürme am Bodensee wurde ebenfalls ein Projekt nicht verwirklicht: Auf dem Gelände des ehemaligen Gasthauses Falken sollte ein 33-Meter-Wohnhochhaus gebaut werden. In Götzis wollte die Prisma – jetzt Betreiber der ans Seequartier angrenzenden Seestadt – ein 36-Meter-Hochhaus errichten. Daraus wurde allerdings nichts.

Seestadt: 20 Meter in die Höhe, acht in die Tiefe

Die Entwürfe zum Seequartier am Bahnhof stehen in mehreren Punkten dem zuvor von der Stadt festgelegten Masterplan entgegen. Gleich nebenan will etwa zur gleichen Zeit die Prisma die „Seestadt“ bauen. In die Masterplan-Diskussion einmischen will sich Betreiber Bernhard Ölz nicht, sagt nur: „In wesentlichen Fragen hat man sich an gemeinsame Regelungen zu halten. Das machen wir auch.“ Ölz fügt aber hinzu: „Man kann einzelne Dinge diskutieren.“

Rasant in die Höhe wächst die Seestadt nicht. Knapp 20 Meter hoch ist der oberste Punkt. In zwei Tiefgaragengeschoßen soll es acht Meter in die Tiefe gehen. Gebaut werden soll ab „der ersten Jahreshälfte 2013“, planmäßig bis 2015. Der Zeitplan wurde nach hinten revidiert. Die Vorarbeiten dauerten länger als erwartet, auch der feuchte Untergrund macht den Entwicklern zu schaffen. Auf 12.000 Quadratmetern entstehen Geschäfte, auf 10.000 Quadratmetern Büros und Wohnungen. 500 bis 600 Parkplätze sollen unterirdisch entstehen.

Derzeit sind noch Grundsatzfragen offen. Etwa, wie die Fassaden aussehen sollen oder der öffentliche Raum. Schließlich soll die Bahnhofstraße bald Passanten einladen und die jetzige Fußgängerzone bis zum Bahnhof verlängern.

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