Fusion von VKW und Illwerke: Das wird den Kleinaktionären angeboten

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Die VKW-Vorstände Christoph Germann und Helmut Mennel.
Die VKW-Vorstände Christoph Germann und Helmut Mennel. - © Roland Paulitsch
Am Donnerstag findet die entscheidende Aufsichtsratssitzung statt. Die VKW hoffen, dass die Kleinaktionäre ihre Anteile verkaufen oder in eine Genossenschaft wechseln.

Rund 1,8 Prozent der VKW-Aktien befinden sich im Streubesitz. Davon gehört eine Hälfte 19 Kommunen im Land, die andere Hälfte rund 900 Kleinaktionären. Unter diesen befinden sich vor allem viele ehemalige Mitarbeiter. Bereits vor drei Jahren, nach dem Rückzug von der Börse, wollten die VKW den Kleinaktionären ihre Anteile abkaufen. Das Angebot im Jahr 2013: 180 Euro pro Stückaktie.

Barablöse: 96,60 Euro pro VKW-Stückaktie

Jetzt wird den Kleinaktionären ein neues – aus Sicht der VKW – marktgerechtes Angebot gemacht, das im Vergleich jedoch deutlich schlechter ausfällt. “Wir bieten 96,60 Euro Barablöse”, sagt VKW-Vorstand Christoph Germann im Interview mit den VN und begründet: “Es gibt zwei Unternehmensbewertungen von unabhängigen Gutachtern. Einen haben wir beauftragt, einer wurde vom Gericht bestellt. Beide kommen auf 96,60 Euro.”

3,5 Prozent für zehn Jahre

Falls die Kleinaktionäre das Angebot nicht annehmen wollen, können sie sich mit einer Genossenschaft an der Netzgesellschaft beteiligen. Germann stellt hier für die nächsten zehn Jahre eine garantierte Fixverzinsung von 3,5 Prozent in Aussicht.

VKW-Aufsichtsrat muss “grünes Licht” geben

Am Donnerstagsvormittag soll der VKW-Aufsichtsrat grünes Licht für die avisierte Fusion (bis 2019) mit den Illwerken geben. Anschließend wird den Kleinaktionären das Angebot unterbreitet. Bei den VKW und Illwerken erwartet man sich von der Fusion mehr Effizienz und Strukturen sollen bereinigt werden.

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Interview mit den VKW-Vorständen Christoph Germann und Helmut Mennel in den VN

Ort: Weidachstraße 6, , Bregenz
Mitarbeiter:
Umsatz:
Webseite: http://www.vkw.at

Im Dezember 1901 nahmen die Elektrizitätswerke Jenny & Schindler die Stromlieferung an die Gemeinden Rieden-Vorkloster und Kennelbach auf. Das war die Geburtsstunde der VKW und der Beginn eines spannenden Werdeganges. Die wirtschaftliche und soziale Entwicklung in Vorarlberg ist sehr eng mit der Elektrizitätswirtschaft und der Geschichte der VKW verbunden Im Unternehmensleitbild sind die Prinzipien unseres Handelns festgelegt. Es spiegelt zugleich unser Nachhaltigkeitsverständnis wider. Beziehungen Wir pflegen unsere Kontakte Wertschätzung und Verlässlichkeit bilden die Grundlage unserer Beziehungen. Ob Kunde, Stakeholder, Geschäftspartner oder Mitarbeiter unser Ziel ist ein partnerschaftlicher Umgang, der auf Offenheit, Verbindlichkeit und Fairness beruht. Ökonomie Wir sichern unsere Unternehmen und stärken den Standort. Unser Ziel ist die nachhaltige Sicherung des Unternehmenserfolges. Damit erhalten und schaffen wir Werte. Hohe Versorgungssicherheit und attraktive Preise stärken darüber hinaus den Standort. Die Wünsche unserer Kunden stehen bei der Gestaltung unserer Produkte und Dienstleistungen im Vordergrund. Ökologie Wir schützen unsere Umwelt Wir sind uns unserer ökologischen Verantwortung als Energieunternehmen bewusst. Der schonende Umgang mit unserer Umwelt ist deshalb bei allen Aktivitäten von hoher Bedeutung. Durch konsequente Umsetzung und Förderung von Effizienzmaßnahmen wollen wir zur sparsamen Nutzung der knappen Ressource Energie beitragen. Soziales Wir leben Verantwortung Im Rahmen unserer sozialen Verantwortung unterstützen wir aktiv nachhaltige Initiativen in der Region. Wir schaffen ein Umfeld, das die persönliche und berufliche Entwicklung unserer Mitarbeiter fördert. Kultur Wir sind in der Region verwurzelt Wir sehen uns als Teil der Region, in der wir leben und arbeiten. Wir sind stolz auf ihre Identität und unterstützen deren Erhalt. Technik Wir bauen für Generationen Unsere Kraftwerke und Netze haben für Jahrzehnte Bestand. Damit dies möglich ist, stellen wir höchste Ansprüche an Qualität und Sicherheit und schaffen ein positives Umfeld für Innovationen.
Ort: Weidachstraße 6, 6900, Bregenz
Mitarbeiter:
Umsatz:
Webseite: http://www.illwerke.at

Die Vorarlberger Illwerke AG ist ein österreichisches Energieunternehmen mit Sitz in Bregenz. Mehrheitseigentümer ist mit einem Aktienanteil von 95,5 % das Land Vorarlberg. Die Illwerke unterhalten im Montafon zehn Wasserkraftwerke, mit denen Spitzenlast-Energie für den nationalen und internationalen Strommarkt erzeugt wird. Wasser der Silvretta und umliegender Gebiete wird in einem weit verzweigten System aus Stollen, Rohren, Kanälen und Stauseen zu mehreren Speicherkraftwerken geleitet. Der dort erzeugte Strom wird in das europäische Stromverbundsystem eingespeist und großteils an die Energie Baden-Württemberg AG verkauft. Die sichtbarsten Komponenten des Wasserkraftsystems bilden die vier großen Stauseen: Um 1930 begannen die Illwerke den Bau des Vermuntstausees, später folgten noch der Silvrettastausee auf der Bielerhöhe (Fertigstellung 1951), der Lünersee (1959) und der Kopssee (1969). Bisher wurden verschieden Kraftwerke sowie kleinere Zwischenwerke erstellt: Vermuntwerk (1926 Baubeginn, 1930 Inbetriebnahme) Obervermuntwerk (1938 Baubeginn, 1943 provisorische Inbetriebnahme) Die Energiereserven (Wasserkraft) Österreichs waren für das Dritte Reich von großer Bedeutung. Die Machthaber trieben den Ausbau der Kraftwerke ab 1938, nach dem Anschluss Österreichs an Deutschland, auch in Vorarlberg voran. Die Großbaustellen in der Silvretta beanspruchten eine beträchtliche Zahl an Arbeitern, so dass deutsche und heimische Baufirmen zusätzlich Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter auf den Baustellen beschäftigten. Silvretta-Stausee (1938 Baubeginn, 1943 erster Teilstau) Rodundwerk I mit Zwischenstufe Latschau (1938 Baubeginn, 1943–1952 stufenweise Inbetriebnahme) Latschauwerk (1938 Baubeginn, 1950 Inbetriebnahme) Lünerseewerk (1954 Baubeginn, 1958 Inbetriebnahme) Kopswerk I mit Rifawerk (1961 Baubeginn, 1969 Inbetriebnahme) Rodundwerk II (1976 Inbetriebnahme) Walgauwerk (1980 Baubeginn, 1985 Inbetriebnahme) Kopswerk II (2004 Baubeginn, 2009 Inbetriebnahme)
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