Festspiele mit neuem Bier

Von Michael Gasser
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Festspiele mit neuem Bier
(VN) Bregenz - Die Festspiele setzen auf deutsches Bier. Heimische Brauereien haben wenig Freude mit dem neuem Lieferanten.

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Die Bregenzer Festspiele und das Festspielhaus haben einen neuen Bierlieferanten. Die Klosterbrauerei Weltenburg aus Regensburg hat den Zuschlag für die hinkünftige Getränke-Kooperation erhalten. Für diesen Donnerstag ist dazu eine Pressekonferenz angesetzt.Man habe sich für das beste Angebot entschieden, sagt Axel Renner, Pressesprecher der Festspiele zu den VN. Die Klosterbrauerei ist damit einer von acht Co-Sponsoren der prestigeträchtigen Kulturveranstaltung. „Wir sind stolz, dass es nun geklappt hat“, so Thomas Neiswirth, Sprecher der ältesten Klosterbrauerei der Welt. Man habe schon früher versucht, den Lieferanten-Vertrag zu erhalten. Jetzt hat das Angebot gepasst. Die Regensburger waren bereit, tiefer in die Tasche zu greifen als die heimischen Mitbewerber. Einer von ihnen war die Mohrenbrauerei, die seit einigen Jahren Festspiele und Festspielhaus mit Gerstensaft aus dem Ländle beliefert. „Wir haben mit Bedauern feststellen müssen, dass der regionale Aspekt nur wenig Berücksichtigung fand“, sagt Markus Hämmerle von der Dornbirner Brauerei. Man habe ein wettbewerbsfähiges Angebot gemacht. „Schade, dass die langjährige Partnerschaft nicht fortgesetzt wurde.“ Dabei sei es nicht nur um die Festspiele selbst gegangen. Im Paket ausgeschrieben ist der Ganzjahresbetrieb auch des Festspielhauses. Und auch da gebe es jetzt kein Bier aus Vorarlberg mehr.

Zwei Ländle-Bewerber

Um den Lieferantenvertrag hat sich mit der Bludenzer Fohrenburg noch ein zweiter Vorarlberger Anbieter beworben. Bei vier Brauereien im Land liege es doch auf der Hand, dass eine davon zum Zug komme, so Sabine Treimel, Marketing-Leiterin der Brauerei. Die Festspiele hätten anders entschieden. „Natürlich sind wir traurig. Es wäre eine tolle Geschichte geworden“, so Treimel weiter. Dass bei der Entscheidung der Auftragsvergabe die regionale Wertschöpfung keine besonders große Rolle gespielt hat, sorgt bei den heimischen Anbietern für wenig Verständnis. „Wir können nicht das zweitbeste Angebot annehmen, sondern nur das beste“, verteidigt Axel Renner die Entscheidung. Man sei schon wegen der Steuergelder dazu verpflichtet. Die Festspiele werden jährlich mit 5,6 Millionen Euro subventioniert.

Spezielles Festspiel-Bier

Bierfreunden wird das alles nicht so wichtig sein. Der deutsche Anbieter verspricht beste Qualität. Und es werde ein spezielles Festspielbier gebraut, so Neiswirth zu den VN. Die letzten geschmacklichen Abstimmungen finden übrigens schon am Mittwoch statt.

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