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Tostner Burg per Heli eingedeckt

Vier Stahlgerüstteile wurden von einer Wiese aus direkt auf den Bergfried geflogen.
Vier Stahlgerüstteile wurden von einer Wiese aus direkt auf den Bergfried geflogen. ©VN/Hartinger
Vier Hubschrauberflüge brachten Dachgerüst auf Bergfried der Burgruine.
Materialtransport auf Tostner Burg per Heli

Feldkirch. (VN-gms) Es war ein spektakulärer Einsatz in Sachen „Burg-Sanierung“, den am vergangenen Freitag ein knappes Dutzend Schaulustige sowie Mitglieder des Heimatpflege- und Museumsvereins Feldkirch beobachteten. Mit dem Helikopter wurden durch insgesamt vier Flüge vier Teile der Dachunterkonstruktion für das Dach des 28 Meter hohen Bergfrieds der Tostner Burg von einer Wiese bei St. Corneli hinauf auf den Turm geflogen. Die Flüge stellten den Höhepunkt des Sanierungsjahres 2016 dar, in dem 110.000 Euro in den Erhalt der Burg gesteckt wurden. Die Mittel dazu stammen vom Verein sowie vom Land Vorarlberg und dem Bundesdenkmalamt im Rahmen der Burgenaktion.

Turm austrocknen

Manfred A. Getzner, Vorstand des Heimatpflege- und Museumsvereins, dem die Burg seit 1935 gehört, erklärt, warum ein Dach am Turm errichtet wird. „Es handelt sich hier um eine Noteindeckung“, so Getzner, „die dazu dienen soll, den Turm trockenzulegen.“ Denn die altehrwürdigen Gemäuer sind innen sehr feucht und müssen immer wieder getrocknet werden, um den Turm zu erhalten und zu bewahren. Mit der Dachkonstruktion, auf der nun erst einmal ein Notdach angebracht wird, soll nun der Turm endlich auf Dauer vor Feuchtigkeit geschützt werden und so erhalten bleiben.

Das hat auch deshalb an Bedeutung gewonnen, weil Grabungen im Burgbereich ergeben haben, dass der Hügel über Tosters schon seit fast 5000 Jahren besiedelt ist. Er ist damit der älteste Aufenthaltsort von Menschen auf Feldkircher Gebiet. Mittlerweile wurde im Turm auch in die Tiefe gegraben: bis auf den Fels hinunter wurden 4,20 Meter Erdreich auf der Suche nach Spuren der ersten Feldkircher abgetragen. Im September sollen weitere Helikopterflüge für eine erste Abdeckung dieser Grabungen sorgen. Diese Flüge werden aber weniger spektakulär sein, da es ausreicht, die Bodenplatten im Burginnenhof abzusetzen.

Erhalt und dann Plattform

„Die erste Aufgabe ist die Erhaltung“, so Getzner, der aber bereits weiter- denkt. Denn die Dachkonstruktion soll in einigen Jahren das Fundament für eine Aussichtsplattform sein, die spektakuläre Blicke über Feldkirch erlauben soll. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg. Denn das würde wohl mehrere Hunderttausend Euro kosten – und die muss der Verein erst einmal aufbringen. Man denke aber bereits darüber nach, wie man hier die Finanzierung schaffen könne, heißt es aus dem Verein, der auch das Schattenburgmuseum betreibt.

Prominente Vorbesitzer

Die Tostner Burg kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. Sie wurde eine Generation später als die Schattenburg errichtet. Der Turmsockel etwa zwischen 1291 und 1296 und die oberen Teile des Bergfriedes um das Jahr 1318. Der letzte adelige Besitzer war übrigens der Thronfolger Franz Ferdinand, dessen Ermordung Ausgangspunkt des Ersten Weltkrieges war. Danach ging die Burg an Pfarrer Häusle, der sie schließlich 1935 dem Heimatpflege- und Museumsverein Feldkirch vermachte. Seit dem Jahr 2008 wird die Burg Schritt für Schritt renoviert.

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