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Die Post macht dicht: Weitere drei Postämter in Vorarlberg schließen

Die Postämter in Hard, Dornbirn Messepark und Lustenau Rheindorf müssen schließen Die Postämter in Hard, Dornbirn Messepark und Lustenau Rheindorf müssen schließen - © APA
von Simon Vonbank (VOL.AT) - Hard, Lustenau, Dornbirn – Die Schließungen von Postämtern in Vorarlberg geht munter weiter. Ab Oktober soll das Postamt in Hard, das Postamt Lustenau Rheindorf und das Postamt im Messepark in Dornbirn geschlossen werden. Für alle drei wird es einen Postpartner geben.

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Betroffen von diesen Schließungen sind sechs Mitarbeiter und mehrere Tausend Postkunden in der jeweiligen Region. Begründet werden die Schließungen seitens der Post schlichtweg mit „nicht rentabel“. Stephan Fuchs, Pressesprecher der Post, erklärt: „Wenn ein Postamt rote Zahlen schreibt und auch keine Besserung absehbar ist, wird es geschlossen.“ Die letzte Entscheidung hat allerdings die Rundfunk & Telefon Regulierungs GmbH.

Fortschritte machen Post zu schaffen

Die Gründe warum es Postämter in der heutigen Zeit schwer haben liegt im Fortschritt. „Die Dichte an Aufgaben von früher haben die Poststellen verloren“, so Fuchs. So wurde vor einigen Jahren ein Fax bei der Post versendet und heute haben viele ein eigenes Gerät zuhause. Die Fernsehanmeldungen wurden früher bei der Post gemacht, heute per Internet. Selbiges gilt für Telefonanmeldungen. Dazu komme noch der jährliche Rückgang bei den Briefumsätzen von 3-5 Prozent, so Fuchs.

Postpartner als Ersatz

Für das Messepark-Postamt wird die teleplanet Telekommunikations GmbH einspringen, für Hard und Lustenau Rheindorf jeweils die Arbeitsinitiative INTEGRA. Die sechs Mitarbeiter der jetzigen Filialen können – sofern sie das wollen – in einer anderen Filiale weiterarbeiten. Diesbezüglich werden noch Gespräche mit den Betroffenen geführt, versichert Fuchs. Grundsätzlich ist die sehr knappe Personaldecke in Vorarlberg das Glück im Unglück. Dadurch können die meisten Postmitarbeiter in anderen Filialen weiterarbeiten. Postgewerkschafter Mähr macht währenddessen auf die Wichtigkeit der Filialen aufmerksam: „Allein im Messepark sind viele Firmen auf die Post angewiesen.“

Rund 70 Schließungen in 15 Jahren

1995 hatte fast jede Gemeinde in Vorarlberg ein Postamt – insgesamt gab es 90 davon. Derzeit liegt die Zahl bei etwa 25. Viele Schließungen seien allerdings gar nicht mehr möglich, wie Mähr erklärt. Gesetzlich müssen mindestens 18 Postämter in Vorarlberg bleiben. Ein Ersatz wird dann geschaffen, wenn im städtischen Bereich innerhalb von zwei Kilometern kein Postamt ist und im ländlichen Bereich innerhalb von 10 Kilometern. Welche Konsequenzen die jetzigen Schließungen für die Kunden haben, bleibt abzuwarten. Von den drei betroffenen Gemeinden war bislang keine für ein Statement zu erreichen.
(SVO)

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Ort: Bahnweg 6, 6922, Wolfurt
Mitarbeiter:
Umsatz:
Webseite:

Ort: Poststraße 2, 6850, Dornbirn
Mitarbeiter:
Umsatz:
Webseite: http://www.post.at

Ort: Messestraße 2, 6850, Dornbirn
Mitarbeiter:
Umsatz:
Webseite: http://www.messepark.at/

Messepark ist durch Branchen-Mix zweiterfolgreichstes Einkaufszentrum Österreichs. 66 Geschäfte, 19.000 Quadratmeter Verkaufsfläche und knapp 159 Mill. Euro Umsatz im Geschäftsjahr 2009: Der Dornbirner Messepark zählt gemessen am Umsatz pro Quadratmeter Verkaufsfläche zum zweiterfolgreichsten Einkaufszentrum Österreichs. „Und wir sind dem Größten dicht auf den Fersen“, erklärt Messepark-Geschäftsführer Burkhard Dünser nicht ohne Stolz. Für den reibungslosen Ablauf des 1987 eröffneten Einkaufszentrum zeigt sich die Messepark Verwaltungsgesellschaft verantwortlich, Geschäftsführer Dünser lenkt von Beginn an die Geschicke des Messeparks. „Unsere Aufgabe beginnt beim Branchen-Mix und der damit verbundenen Vermietung der Verkaufsflächen und reicht bis hin zur Vermarktung der Marke Messepark“, verdeutlicht Dünser. Besonders die Vielfalt der Geschäfte sei ihm ein Anliegen, für jeden Geschmack solle das Richtige dabei sein. „Letztlich muss es uns gelingen, die Leute in den Messepark zu bringen“, verdeutlicht der Geschäftsführer – und verweist auf eine entsprechend erfolgreiche Statistik: 17.000 Besucher zählt der Messepark durchschnittlich pro Tag, vor Weihnachten oder an Fenstertagen stoße das Einkaufszentrum mit bis zu 26.000 Besuchern an seine Kapazitätsgrenzen. Eine entsprechende Erweiterung der Verkaufsfläche im Messepark sei derzeit in Planung, Details könne Dünser jedoch noch keine verraten. Schweizer Kunden im Visier Eine Kaufzurückhaltung im Krisenjahr 2009 konnte der Geschäftsführer indes nicht beobachten. Im Gegenteil: „Eigentlich hatten wir Angst, dass uns das massiv betreffen würde. Und dann waren wir letztlich die Nutznießer“, so Dünser. „Die Menschen haben im Großen gespart, sich dafür die eine oder andere Kleinigkeit gegönnt“, erklärt er. Profitiert habe man darüber hinaus von den Schweizer Kunden: 15 Prozent des Umsatzes geht mittlerweile auf die Kauflust der Eidgenossen zurück. Ziel sei es, noch stärker als bisher Schweizer Kunden zu gewinnen, „um unsere Position als Nummer Eins in Vorarlberg weiter zu stärken“, betont Dünser. VN/Florian Dünser weiterlesen »
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