Bürgermeister Markus Linhart: "Die Trennung ist ein logischer Schritt"

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Für Bgm. Markus Linhart war die Trennung von Roland Geyer "absehbar". Für Bgm. Markus Linhart war die Trennung von Roland Geyer "absehbar". - © Miro
Bregenz. - Der designierte Präsident der Bregenzer Festspiele, Hans-Peter Metzler, informierte Bürgermeister Markus Linhart heute Früh über die vorzeitige Trennung von Roland Geyer. Kultur-Kenner wie Kurt Sternik oder Bernhard Amann zeigen sich vom Rücktritt "wenig überrascht".

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Nicht gerade überrascht zeigt sich der Bregenzer Bürgermeister Markus Linhart über die Neuausschreibung des Intendanten-Postens bei den Bregenzer Festspielen. Das Stadtoberhaupt wurde am Dienstagmorgen vom zukünftigen Festspiele-Präsident Hans-Peter Metzler über die Trennung von Roland Geyer informiert. „Es war natürlich ein mutiger Ansatz, fünf Millionen Euro an Steuergeldern für die Festspiel-Bühne zu fordern, welcher in Zeiten wie diesen natürlich nicht tolerierbar ist“, sagte Bgm. Markus Linhart im Gespräch mit VOL.at. Daher ist die Trennung für Linhart "ein logischer Schritt".

Hans-Peter Metzler: "Es tut uns sehr leid"

Der designierte Präsident der Bregenzer Festspiele, Hans-Peter Metzler, äußerte angesichts der Trennung von Geyer großes Bedauern. "Es tut uns sehr leid, dass die anvisierte, sehr erfolgversprechende Zusammenarbeit nicht zustande kommt", sagte Metzler auf APA-Anfrage. Beide Seiten hätten in den vergangenen Monaten bei der detaillierten Konzeptarbeit festgestellt, "dass sich völlig verschiedene Auffassungen ergeben". Obwohl man persönlich sehr zusammengewachsen sei, habe dies dazu geführt, "dass wir nicht mehr zusammenkommen", so Metzler, der den Festspielen de facto bereits vorsteht. Auf VOL.at-Anfrage sagt Hans-Peter Metzler, dass die Stelle im Februar neu ausgeschrieben wird. "Wir werden jetzt eine Findungskommission einberufen und ich gehe davon aus, dass wir noch vor Ende der Festspielsaison im Sommer einen Nachfolger haben.“

Kurt Sternik: "Es war nur eine Frage der Zeit"

Für den pensionierten Schauspieler und Regisseur Kurt Sternik kam die Nachricht, dass Roland Geyer nicht Festspiel-Intendant wird, wenig überraschend. „Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit. Man hatte das Gefühl, er provozierte diese Trennung mit seinen unerfreulichen medialen Statements“, erklärt Sternik.

Bernhard Amann: "Man muss sich im Vorfeld informieren"

Der "emsige" Kunstkenner Bernhard Amann meint: „Ich frage mich, welche Kompetenzen so ein Intendant hat. In der Kunst ist es so, dass der Intendant das Sagen hat und man sich da auch nicht einmischt. Vielleicht wollte er ein komplett neues Programm machen? Das deutet darauf hin, dass sich die Verantwortlichen der Bregenzer Festspiele in Bereiche einmischen, die nicht in ihrer eigentlichen Verantwortung liegen. Wenn man jemanden engagiert, dann muss man sich im Vorfeld erkundigen. In dem Fall war wohl etwas faul. Da geht es nicht mehr um die Kunst, da geht es ums Budget und um Kommerz. Der Tourismus ist gefragt und nicht die Kultur.“

Christa Dietrich: "Ankündigung war nicht überraschend"

VN-Kulturexpertin Christa Dietrich zum geplatzten Wechsel von Roland Geyer zu den Festspielen: "Ich denke, dass diese Ankündigung nicht ganz überraschend kommt. Meinen Informationen zufolge hat es die letzten Wochen schon Diskussionen über das Programm gegeben. Hier ist es vor einigen Wochen schon zu Unstimmigkeiten zwischen der Festspiel-Leitung und dem designierten Intendanten gekommen. Das war das besondere, weil es bei den Bregenzer Festspielen unüblich ist."

(VOL.at/APA)

Hintergründe: VN-Kultur-Expertin Christa Dietrich zum Geyer-Rücktritt 


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