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Buchsbaumzünsler weiter im Vormarsch

Der Buchsbaumzünsler wurde vermutlich mit Pflanzen aus China oder Korea importiert Der Buchsbaumzünsler wurde vermutlich mit Pflanzen aus China oder Korea importiert - © LK Vlbg.
von Simon Vonbank (VOL.AT) - Schwarzach – Derzeit verbreitet sich die zweite Generation des Buchsbaumzünslers in Vorarlberg und richtet großen Schaden in den heimischen Gärten an. Experten erwarten noch eine dritte Generation und geben einstweilen Tipps zur Bekämpfung des Schädlings.

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Seit Frühling treibt der Buchsbaumzünsler in ganz Mitteleuropa und auch in Vorarlberg sein Unwesen. Klaus Zimmermann von der Inatura in Dornbirn rät, den Schädling auf herkömmliche Art und Weise zu bekämpfen und nicht auf chemische Mittel zu setzen. „Die chemische Bekämpfung sollte man auf jeden Fall Profis überlassen, etwa einem Schädlingsbekämpfer oder Gärtnereien“, so Zimmermann. Eine falsche Anwendung tötet die Schädlinge nicht ab. „Dann bleiben sie halbtot in den Sträuchern hängen und verbreiten sich entweder wieder oder werden beispielsweise von Vögeln samt Giftstoffen gefressen“, erklärt der Experte. Außerdem müsse man die Dosierung genau einhalten. Besser sei, den Strauch mit einem harten Wasserstrahl oder einem Hochdruckreiniger abzuspritzen, die Raupen aufzusammeln und mit heißem Wasser zu überbrühen. Sofern die Buchsbäume zu stark befallen sind, sieht Zimmermann keine Alternative, als diese zu entsorgen. Dafür gibt es bei den meisten Gemeinden eine Grünmülldeponie. Dieser Grünmüll wird anschließend verbrannt.

Regelmäßige Kontrolle

Ein starker Befall eines Buchsbaumes kann zum raschen Absterben führen. Da der Falter nur geringe Strecken fliegt, befällt er ausschließlich Sträucher in unmittelbarer Umgebung. Auf jeden Fall sollte man auch nichtbefallene Sträucher regelmäßig kontrollieren. Dazu einfach die Äste auseinanderschieben und im Inneren nach Raupen, Eiern und Fraßspuren suchen.

So erkennen Sie den Schädling

Der Buchsbaumzünsler ist ein vier Zentimeter großer Falter mit weißen oder teils braunen Flügeln und dunkelbraunem Rand. Die Raupen des Buchsbaumzünslers sind gelbgrün bis dunkelgrün mit schwarzen und weißen Längsstreifen. Die Kopfkapsel ist schwarz, ebenso einige Stellen an der Seite. Sie werden bis zu fünf Zentimeter lang und verpuppen sich nach rund vier Wochen. Diese Puppen wiederum sind gelb, etwa zwei Zentimeter lang und mit einseitigem schwarzgelbem Muster. Der nach etwa einer Woche schlüpfende Falter lebt acht Tage. Währen dieser Zeit paart er sich und legt die gelblichen Eier in die benachbarten Sträucher ab. Häufig tritt auch eine zeitliche Überlappung der Entwicklung auf, sodass auf einem befallenen Strauch alle Entwicklungsstadien zeitgleich beobachtet werden können.

Herkunft und Entwicklung

Der Buchsbaumzünsler wurde aus Ostasien importiert und verbreitet sich seit 2007 in Mitteleuropa. In Vorarlberg wurde die Art erstmals 2009 nachgewiesen. Seitdem häufen sich die Meldungen von Jahr zu Jahr. Mittlerweile ist der Schädling flächendeckend in den Tallagen verbreitet. Zimmermann geht davon aus, dass der Schädling noch einige Jahre Probleme bereiten wird. (SVO)

Buchsbaumzünsler in Götzis

Das hilft gegen den Schädling

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